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TV-Tipp: Dokumentation über Tibet

Dalai Lama im gelben Gwand
Dalai Lama im indischen Exil
Foto: ARTE

Berlin (kobinet) Die Nachfolge des 14. Dalai Lama gewinnt für die Zukunft Tibets und das internationale geopolitiche Gleichgewicht an Bedeutung. Der Friedensnobelpreisträger feierte unlängst seinen 88. Geburtstag. "Tibet - China: Das stille Verschwinden", so ist der Titel einer Dokumentation, die heute um 20.15 Uhr im deutsch-französischen Fernsehsender arte ausgestrahlt wird.



Der Dalai Lama lebt seit 1959 im indischen Exil. Die Frage seiner Nachfolge steht im Mittelpunkt eines Machtkampfes mit der chinesischen Regierung, die das nächste geistliche Oberhaupt der Tibeter allein bestimmen will. Denn für die Machthaber in Peking gehört Tibet zu China; die Exilregierung des Dalai Lama wird nicht anerkannt.

Das Land wurde 1950 von der Volksrepublik China unter Mao Tsetung annektiert und besitzt strategische Bedeutung: Es verfügt nicht nur über einen immensen Süßwasservorrat, sondern auch über Erze und seltene Erden.

Indien, die USA und Europa unterstützen Tibet, das seit der Annexion durch China 1950 seine Anatomie fordert. China will den nächsten Dala Lama allein bestimmen. Spannungen zwischen der Volksrepublik und Indien werden durch einen seit 1962 schwelenden Grenzkonflikt zwischen beiden Staaten verstärkt. Als Mao Tsetungs Volksbefreiungsarmee in Tibet einmarschierte, verlor Indien seinen buddhistischen Nachbarn …