
Foto: Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung des Landes Rheinland-Pfalz
Berlin / Mainz (kobinet) Einsamkeit kann jede und jeden treffen. Das Bundesgesellschaftsministerium setzt sich daher dafür ein, dieser gesamtgesellschaftlichen Herausforderung wirksam zu begegnen - zum Beispiel mit Orten, an die sich einsame Menschen wenden können. Darauf weist das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hin. Seit Juni 2022 erarbeitete das Ministerium federführend eine Strategie der Bundesregierung gegen Einsamkeit. Sie beinhaltet zahlreiche Maßnahmen, um Einsamkeit vorzubeugen und zu lindern. Am 13. Dezember 2023 hat das Bundeskabinett die Strategie der Bundesregierung gegen Einsamkeit beschlossen. In die Strategie der Bundesregierung gegen Einsamkeit sind alle Altersgruppen und alle Menschen, die aufgrund ihrer Lebensführung in bestimmten Lebensphasen von Einsamkeit betroffen sein können, eingeschlossen. Ziel ist, Einsamkeit stärker zu beleuchten und zu begegnen", heißt es auf der Internetseite zur Strategie gegen Einsamkeit.
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Der rheinland-pfälzische Sozialminister Alexander Schweitzer begrüßte die von der Bundesregierung beschlossen Strategie gegen Einsamkeit. „Einsamkeit ist eine der größten Herausforderungen in der modernen Gesellschaft. Mit dem ressortübergreifenden Ansatz der Einsamkeitsstrategie hat die Bundesregierung deutlich gemacht, dass der Kampf gegen Einsamkeit Priorität haben muss. Mit unseren rheinland-pfälzischen Initiativen gegen Einsamkeit werden wir die Ziele und Maßnahmen der Einsamkeitsstrategie unterstützen und durch weitere Impulse aus Rheinland-Pfalz flankieren.“
Schweitzer verwies in diesem Zusammenhang auf die Entwicklung einer Einsamkeitsstrategie für Rheinland-Pfalz. „Auf dem Weg zu einer rheinland-pfälzischen Strategie gegen Einsamkeit haben wir bereits früh den Austausch mit der Wissenschaft und mit der Praxis gesucht. Es braucht beide Perspektiven, wenn man Einsamkeit wirksam bekämpfen will“, so Schweitzer. „Einsamkeit ist ein Phänomen, das weit in den Sozialstaat hineinwirkt“, betonte Schweitzer weiter. Vor allem Menschen in Arbeitslosigkeit und Armut sowie ältere Menschen seien von Einsamkeit betroffen. Einsamkeit habe dabei viele Ursachen und unterschiedliche Auswirkungen. „Man muss eigentlich von Einsamkeiten sprechen“, so Schweitzer. Um Einsamkeit wirksam zu bekämpfen, brauche es daher maßgeschneiderte Maßnahmen.
Die Einsamkeitsstrategie des Bundesfamilienministeriums sei ein wichtiger Schritt, könne aber nur der Anfang sein. „Es kommt jetzt vor allem darauf an, das Stigma der Einsamkeit aufzulösen und ein öffentliches Bewusstsein zu schaffen“, fordert Schweitzer. Und: „Wir müssen uns als Politik noch stärker mit Praktikern austauschen und Maßnahmen sichtbar machen. Oftmals wissen die Betroffenen nicht, wo sie Hilfe bekommen, obwohl Angebote vorhanden sind.“ Aufgabe der Politik sei es, eine gesellschaftliche Debatte anzustoßen und Betroffene als Lotsin zu unterstützen, so Schweitzer.




