
Foto: BSK
Kiel (kobinet) Der Landesbeirat für Menschen mit Behinderungen in Schleswig-Holstein, dem auch der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) als Mitglied angehört und durch die Landesvertretung Matthias Krasa sowie Martina Scheel vertreten wird, hat in mehreren Sitzungen ein Positionspapier zur Einrichtung einer Landesfachstelle Barrierefreiheit erarbeitet. In der Sitzung am 11. Dezember 2023 wurde nun die finale Version abgestimmt und einstimmig beschlossen. Darauf hat Martina Scheel die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht.
„Barrierefreiheit ist die Grundlage dafür, dass Menschen mit Behinderungen in allen Bereichen der Gesellschaft teilhaben können. Allerdings stellen viele Menschen fest, dass die Umsetzung trotz vieler rechtlicher und fachlicher Grundlagen nicht zufriedenstellend ist. Im Landesbehindertengleichstellungsgesetz sind nicht nur die Aufgaben der Landesbeauftragten und des Landesbeirates für Menschen mit Behinderungen festgelegt. Hier steht auch die grundsätzliche Verpflichtung aller öffentlichen Träger zur barrierefreien Gestaltung ihrer Angebote. Ob es beispielsweise um die zugängliche Ratsversammlung, die barrierefreien Digitalen Informationsangebote von Behörden, den öffentlichen Personennahverkehr oder die Gesundheitsversorgung geht, verdeutlicht die sehr unterschiedlichen Bereiche und vor allem Anforderungen an barrierefreien Lösungen. Um diese Vielfalt zu bündeln und fachlich kompetente Beratung für alle Bereiche herzustellen, schlagen die Beauftragte und der Beirat die Einrichtung einer Landesfachstelle vor. Dazu wurde ein gemeinsames Positionspapier erstellt, das die gesamte Palette an Leistungen aufzeigt, Zielgruppen benennt, Unterstützungen darstellt und vor allem effektive Hilfen zur Umsetzung umfassender Barrierefreiheit vorantreiben soll. Die Beteiligten hoffen auf Unterstützung durch die Landesregierung, die sich in ihrem Koalitionsvertrag für die Förderung der Barrierefreiheit ausspricht“, heißt es zum Beschluss vonseiten der Landesbehindertenbeauftragten von Schleswig-Holstein, Michaela Pries.
Matthias Krasa und Martina Scheel, die am Entwicklungsprozess für den Beschluss intensiv beteiligt waren, freuen sich sehr, dass das Positionspapier nun veröffentlicht wurde. „Wir hoffen für die Verbesserung der Barrierefreiheit in Schleswig-Holstein auf eine positive Stellungnahme der Politik und eine kurzfristige Umsetzung durch die Landesregierung stößt“, teilten die BSK-Vertreter*innen den kobinet-nachrichten mit.




