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BERLIN (kobinet) Angesichts des Ampel-Kompromiss zum Bundeshaushalt 2024 sieht der Paritätische Wohlfahrtsverband noch keine Entwarnung für Soziales. Der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands Ulrich Schneider erklärt dazu: “Scholz, Habeck und Lindner haben in ihren Erklärungen angekündigt, mit ihrem Kompromiss klimapolitisch relevante Projekte fortführen und die Ukraine weiterhin unterstützen zu wollen, ohne soziale Standards in Deutschland abzusenken". Beruhigen kann diese Ankündigung nach Schneiders Worten noch nicht.
Die Ampel-Partner haben konkret benannt, so stellt Ulrich Schneider fest, was, wie die Förderung beim Heizungsumbau oder die Absenkung der Einkommensteuer um 15 Milliarden Euro weiter im Programm bleiben soll . Was Einsparungen anbelangt, haben sie jedoch lediglich Beispiele genannt. Offen ist, in welchen Ressorts was konkret gekürzt worden ist.
„Für uns als Wohlfahrtsverband stellt sich,“ so der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands, „die dringliche Frage, was ist mit den Freiwilligendiensten, was ist mit der Migrationssozialarbeit, mit der Unterstützung von Sozialverbänden oder wie sieht es mit Einsparungen bei Sozialtransfers aus“.
Das Mindeste, was der Paritätische erwartet hätten, wäre eine sofortige Aufhebung der aktuellen Haushaltssperre für die sozialen Dienste gewesen. Ein zeitlicher Fahrplan zur Verabschiedung des Haushalts wurde jedoch noch immer nicht vorgelegt. Viele soziale Träger wissen damit noch immer nicht, wann sie Planungssicherheit erhalten werden.




