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Roman von Ottmar Miles-Paul

Ottmar Miles-Paul am 20jährigen kobinet-Jubiläum.
Ottmar Miles-Paul
Foto: sch

Berlin (kobinet) Ottmar Miles-Paul hat gut zwei Jahre an einem Roman gearbeitet. Das Buch erscheint Ende August. Der Autor erzählt die Geschichte einer Brandstiftung in einer Werkstatt für behinderte Menschen. Die Situation behinderter Menschen in den Werkstätten ist für ihn und die kobinet-Redaktion ein sehr aktuelles Thema. Es. wird bei der Staatenprüfung Deutschlands zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen in Genf sicher eine Rolle spielen.

kobinet: Du hast ein Buch geschrieben. Wird es nun bald veröffentlicht?

Miles-Paul: Ja, zusammen mit den verschiedenen Akteur*innen, die mich bei diesem Buchprojekt dankenswerter Weise unterstützen, bin ich nun in die Zielgerade für die Veröffentlichung des Buches eingebogen. Das Cover ist so gut wie fertig, der Titel des Buches steht und die Geschichte des Romans ist für mich jetzt nach gut zweijähriger Arbeit an dem Werk rund. Ich rechne damit, dass der Roman spätestens Ende August 2023 erscheint.

kobinet: Es soll darin um Brandstiftung in einer Werkstatt für behinderte Menschen gehen. Aktuelle Thematik?

Miles-Paul: Die Situation behinderter Menschen in den Werkstätten für behinderte Menschen ist ein sehr aktuelles Thema und wird bei der Staatenprüfung Deutschlands zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention Ende August in Genf sicher eine wichtige Rolle spielen. Zudem dürfte bald eine Studie des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zur Entgeltsituation behinderter Menschen in Werkstätten veröffentlicht werden.

Bei manchen abgehobenen Diskussionen kommen die Ungerechtigkeiten, die viele behinderte Menschen in Werkstätten für behinderte Menschen erleben und wie sie sich dabei fühlen, viel zu kurz. Im Roman kommt es tatsächlich zu einer Brandstiftung von behinderten Beschäftigten einer Werkstatt. Im Umgang mit ihrem Frust haben sie letztendlich kein anderes Ventil gefunden. Daraus entwickelt sich dann die Frage: Was wäre, wenn es keine Werkstatt gibt und welche Alternativen werden dann vorangetrieben? „Zündeln an den Strukturen“ lautet daher der Titel des Romans.

kobinet: Du hast früher ein Sachbuch geschrieben und an mehreren anderen Werken mitgearbeitet. Warum jetzt ein Roman?

Miles-Paul: Anfang der 90er Jahre habe ich das Buch „Wir sind nicht mehr aufzuhalten“ zum Thema Peer Counseling in den USA und den Entwicklungen in Deutschland geschrieben. Da sind wir heutzutage zum Glück ein wenig weiter, wenn auch noch längst nicht am Ziel. In der Folgezeit habe ich an verschiedenen Buchprojekten mitgewirkt und schreibe fast täglich für die kobinet-nachrichten. Nachdem ich wie viele andere langjährig für Inklusion Engagierte zunehmend über die anhaltende Ausgrenzung und Benachteiligung behinderter Menschen in Werkstätten frustriert bin, kam mir vor zwei Jahren die Idee, das Thema anders anzugehen. Neben der Kritik am System, neben dem Aufzeigen, dass es auch anders geht, möchte ich nun in Form eines Romans aufzeigen, wie es manchen behinderten Menschen geht, die in Werkstätten für behinderte Menschen arbeiten und oft keine Alternative dazu haben. Und so entspann sich in einem kreativen Schreibprozess eine Geschichte, in die ich förmlich hineingesogen wurde. Herausgekommen ist ein 280 Seiten umfassender Roman.

kobinet
: Wie kommt man an den Roman, wenn er fertig ist?

Miles-Paul: Den Roman wird man einerseits online bestellen können. Mit der ISBN-Nummer kann man den Roman auch im Buchladen bestellen. All diejenigen, die es einfacher wollen, können mir eine E-Mail schicken und sich für die Zusendung des Romans unverbindlich vormerken lassen. Sobald das Werk bestellt werden kann,gibt es eine entsprechenden Info. Meine E-Mail-Adresse lautet: [email protected].

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Sabrina Mevis
09.08.2023 09:07

Na dann, herzlichen Glückwunsch an OMP, ich hoffe, dass seine Erwartungen an den Erfolg erfüllt werden.