
Foto: ZDF/Ben Knabe
MAINZ (kobintet)
MAINZ (kobintet) Empathie gilt als erstrebenswerte Eigenschaft für den Beruf und das Private. Zuviel Empathie kann auch zu Depressionen führen. Es kommt darauf an, das richtige Maß für sich zu erkennen. Doch genau das ist das Problem. Einfühlende Menschen können stärker an Depressionen oder Hoffnungslosigkeit leiden. Außerdem kann Empathie missbraucht werden, um andere zu manipulieren. Es ist somit wichtig, selbst zu lernen, wieviel Empathie richtig und wichtig ist oder schädlich sein kann. Dabei, das zu erlernen, hilft eine Scobel-Sendung, welche heute abends um 21.00 Uhr in 3sat zu sehen ist.
Empathiea bedeutet so viel wie Einfühlung. Es ist ein Unterschied, ob ich wahrnehme, wie ein anderer fühlt, oder ob ich überlege, was ein anderer denkt. Beides kann Menschen dazu bringen, anderen zu helfen. Doch mit Empathie gelingt dies spontaner und umfänglicher.
Menschen ohne Empathie neigen dagegen eher dazu, egoistisch zu sein und ihr eigenes Wohl ins Zentrum zu stellen. In Gesprächen hören sie häufig nur oberflächlich zu. Wer sich nicht in andere hineinversetzen kann, hat es schwer, emotionale Nähe herzustellen und stabile Beziehungen aufzubauen. Mangelnde Empathie geht oft mit antisozialem Verhalten einher wie Mobbing, Gesetzesverstößen, Gewalt in der Partnerschaft, Vorurteilen oder Rassismus.
Zuviel Empathie kann schaden. Neurowissenschaftler und Philosophen untersuchen in diesem Beitrag unterschiedliche Formen von Empathie und was Empathie im Gehirn auslöst.
Die Sendung geht unter anderem den Fragen nach, welche Arten von Empathie es gibt, welche Schattenseiten sie hat und wie man diesen begegnen kann. Und wieviel Empathie eine Gesellschaft braucht. Darüber spricht Gert Scobel mit der Neurowissenschaftlerin und Psychologin Tania Singer und dem Soziologen und Politikwissenschaftler Hartmut Rosa. Es ist also interessant und lohnenswert heute Abend einmal bei „Scobel“ vorbeizuschauen




