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MÜNCHEN (kobinet) In den wenigen und völlig überfüllten Krankenhäuser und Reha-Zentren im Norden Syriens müssen nach dem Erdbeben tausende Verletzte auf professionelle Behandlungen warten. Oftmals liegen sie draußen auf der Straße, in den Fluren oder in Autos. Sie alle leiden an schlimmen Quetschungen, zerschmetterten Gliedmaßen, Knochenbrüchen oder Kopf- und Wirbelsäulenverletzungen. Vielen müssen Beine oder Arme amputiert werden.
Auch die Teams der Hilfsorganisation Handicap International (HI) und ihrer Partnerorganisationen arbeiten bis zur Erschöpfung, um den unzähligen Opfern zu helfen. Die Zahl der Amputationen ist enorm hoch. Amir, Leiter eines Partnerkrankenhauses für Orthopädie und Wiederaufbau von HI nahe der türkischen Grenze, betont, dass all die Verletzten eine langfristige Unterstützung benötigen werden, um ohne Beeinträchtigungen oder Behinderungen leben zu können.
Dabei fehlt es, wie die Ärzte bestätigen, gegenwärtig noch an allem. Viele der Betroffenen stehen zudem unter Schock. Manche Menschen schreien. Einige von ihnen schweigen, wenn man sie anspricht, und sind nicht in der Lage, etwas zu antworten. Manche sind völlig desorientiert oder sehr gestresst.
Ein weiterer Schwerpunkt des Einsatzes von Handicap International ist die Verteilung von Rollstühlen und Gehhilfen. Viele Menschen mit Behinderung haben diese durch das Erdbeben verloren und können sich nicht mehr selbstständig bewegen. HI-Mitarbeitende kümmern sich darum, dass diese Menschen bei den Nothilfemaßnahmen nicht vergessen werden und ebenfalls Lebensmittel oder Decken erhalten können.
Handicap International ist derzeit mit 200 Einsatzkräften im Norden Syriens vor Ort und hilft dort bereits seit Jahren den Opfern der Gewalt und Menschen mit Behinderung.




