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Ehrenamt hat mehr verdient

Rote Weste mit schwarzem Herz und schwarzen Händen, die das Herz halten
Helping hands - helfende Hände
Foto: Pixabay/Alexas_Fotos

STUTTGART (kobinet) Ab dem Frühjahr 2023 soll in Baden-Württemberg in vier Modellregionen eine Ehrenamtskarte eingeführt werden. Damit sollen ehrenamtlich Engagierte Vergünstigen, wie zum Beispiel beim Eintritt ins Museum, Kino oder Schwimmbad, erhalten. Anlässlich des morgigen Internationalen Tag des Ehrenamts begrüßt der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg die Initiative des Landes, fordert aber weitere zusätzliche Anreize für junge Menschen wie Vorteile bei der Bewerbung um einen Ausbildungs- oder Studienplatz sowie zusätzliche Bonus-Punkte. Darüber hinaus müsse langfristiges Engagement durch kostengünstige berufliche Weiterbildungsmaßnahmen oder den Erwerb zusätzlicher Rentenpunkte belohnt werden.

„Für eine solidarische Gesellschaft sind freiwillig engagierte Menschen unverzichtbar. Deshalb ist die Einführung einer Ehrenamtskarte im Land, die das Engagement wertschätzt und würdigt, ein wichtiges Signal. Sie muss aber mehr bieten, als nur Vergünstigungen in kulturellen Einrichtungen. Wir sehen gerade in der Vereinsarbeit, wie schwierig es ist, Menschen zu motivieren, sich vor allem langfristig für eine gute Sache oder einen Verein ehrenamtlich einzusetzen. Der Trend geht eher dahin, das kurzfristig, projekthaft oder digital zu tun“, sagt Ulf Hartmann, Vorstand des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Baden-Württemberg. Deshalb seien konkrete Vorteile für länger- oder langfristiges Engagement erforderlich wie zusätzliche Rentenpunkte und Weiterbildungsmöglichkeiten. Wichtig sei auch, Menschen möglichst schon in jungen Jahren für ein Engagement zu gewinnen. Dazu brauche es besondere Anreize, so der Vorstand. „Es muss jungen Menschen klare Vorteile bei der Bewerbung um einen Ausbildungs- oder Studienplatz sowie zusätzliche Bonus-Punkte bieten. Auch muss die Karte zusätzlich als App verfügbar sein“, so Hartmann.