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Sozialverbände fordern sichere Finanzierung von familienunterstützenden und offenen Hilfen sowie Tagesstätten

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Foto: Pixabay/OpenClipart-Vectors

STUTTGART (kobinet) Anlässlich des Tags der Menschen mit Behinderung fordern der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg und Behindertenverbände eine sichere Finanzierung von Offenen Hilfen, Diensten, familienunterstützenden Angeboten für Menschen mit Behinderung sowie Tagesstätten für Menschen mit psychischer Erkrankung. Begründet wird diese Forderung mit der Tatsache, dass niederschwellige Beratungs- und Unterstützungsangebote gesellschaftliche Teilhabe sichern und Isolation vermeiden.

Die Kosten dürfen aus Sicht dieser Verbände nicht aufgrund der derzeit prekären Finanzlage der Städte und Kommunen zu Lasten der Betroffenen eingespart werden.

„Menschen mit Behinderung profitieren von Offenen Hilfen und Diensten ganz besonders. Bedarfsgerechte Assistenzen und niederschwellige Freizeit-, Kultur- und Treffangebote ermöglichen es, am Leben in der Gesellschaft gleichberechtigt teilzuhaben, Freunde zu treffen und Kontakte zu pflegen. Dadurch werden soziale Isolation und Vereinsamung vermieden und Inklusion gefördert“, erklärt Ulf Hartmann, Vorstand des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Baden-Württemberg. Familienunterstützende Dienste und ihre Angebote seien wichtig, um Familien mit Kindern oder Angehörigen mit Behinderung zu entlasten.

„Für viele Menschen mit psychischer Erkrankung sind Tagesstätten ein Grund, überhaupt einmal das Haus zu verlassen und eine wichtige Anlaufstelle, um mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen, ohne sich stigmatisiert zu fühlen. Hier finden sie eine Tagesstruktur mit Gruppenangeboten und Beschäftigungsmöglichkeiten wie die gemeinsame Zubereitung von Mahlzeiten, aber auch die Möglichkeit, sich zu alltäglichen oder auch sozialrechtlichen Fragen beraten zu lassen“, so Hartmann.

Diese niederschwelligen Angebote dürften nicht länger von freiwilligen Leistungen der Kommunen abhängen. Hier brauche es eine sichere Regelfinanzierung.