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baSta – Aktion für eine barrierefreie Stadt in Würzburg

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Foto: WüSL

Würzburg (kobinet) Seit 1996 setzt sich der Verein WüSL – Selbstbestimmt Leben Würzburg für die Interessen von Menschen mit Behinderung und im Besonderen für ein selbstbestimmtes Leben ein. Anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung (5. Mai), der in diesem Jahr mit einem Fokus auf barrierefreie Mobilität ausgerufen ist, macht der Verein auf Barrieren in Würzburg aufmerksam und gründet eine Arbeitsgruppe unter dem Namen baSta. Als Startschuss platziert die Arbeitsgruppe heute, am 4. Mai, zwischen 17 und 18 Uhr Rollstühle auf der Alten Mainbrücke in der Würzburger Innenstadt und lädt Passantinnen und Passanten zur Selbsterfahrung ein.

Der WüSL-Vorsitzende Ulrich Lorey erklärte dazu: "baSta steht für 'barrierefreie Stadt'. Und es steht auch für das italienische Wort 'basta', zu Deutsch 'genug, es reicht'. In diesem Sinne möchten wir Barrieren abbauen, die das Leben von Menschen mit Behinderung, aber auch von Eltern mit Kinderwagen oder Seniorinnen und Senioren erschweren.“

Den Startschuss für die Arbeitsgruppe ist die Aktion am 4. Mai zwischen 17:00 und 18:00 Uhr auf der Alten Mainbrücke, wo Rollstühle platziert werden und Passantinnen und Passanten zur Selbsterfahrung eingeladen werden. Auch die Würzburger Inkluencerin Evi Gerhard ist dabei und weist auf die unüberwindbar hohen Bordsteine und das Kopfsteinpflaster hin: "Diese Relikte aus einer Zeit, in der Menschen mit Mobilitätseinschränkung nur sehr eingeschränkt am öffentlichen Leben teilgenommen haben, sind echte Hindernisse für uns. Sie verhindern eine gleichberechtigte Teilhabe und stehen damit auch dem Gedanken der Inklusion komplett entgegen.“

Der Verein WüSL möchte die Situation nicht länger akzeptieren und fordert von der Öffentlichkeit, der Politik und der Verwaltung, intensiver am Abbau von Barrieren aller Art zu arbeiten. Julian Wendel, kommunaler Behindertenbeauftragter und WüSL-Sprecher für Barrierefreiheit, sieht sich als Bindeglied von baSta zur Kommune und weiß: "Auch auf der Alten Mainbrücke gibt es an zwei Cafés Beispiele, wie Stufen auf bauliche und dadurch ansehnliche Weise eliminiert werden können. Solche Lösungen brauchen wir mittelfristig für Eingänge, Straßenzüge und Plätze in ganz Würzburg. Aber nicht nur die Stadt, sondern auch der Staat und Privatleute sind hier gefordert.“

Würzburg (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/scdt168