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Untersuchung zur Barrierefreiheit in Nahverkehrsplänen

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Foto: ht

Krautheim (kobinet) Der 1. Januar 2022 war der Stichtag für einen vollständigen barrierefreien öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). So schreibt es zumindest § 8 Abs. 3 des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) vor. Der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) weiß, dass die Praxis momentan anders aussieht und am 1. Januar 2022 dieses Ziel nicht erreicht wurde. Hierfür führt der Verband ein Projekt durch und sichtet Nahverkehrspläne, wie der BSK auf Facebook mitteilt.

"Das Gesetz schreibt vor, dass die Nahverkehrspläne der Aufgabenträger die Belange der in ihrer Mobilität oder sensorisch eingeschränkten Menschen zu berücksichtigen haben. Das vom BSK initiierte und durch die Aktion Mensch geförderte Projekt 'ÖPNV für ALLE' hat nun im ersten Schritt die Nahverkehrspläne (soweit verfügbar) aller Landkreise und kreisfreien Städte der Bundesländer zusammengetragen. In Deutschland gibt es aktuell ca. 379 Nahverkehrspläne. Eine erste Auswertung konnte schon vorgenommen werden", schreibt der BSK auf Facebook.

Demnach gäbe es bei 31 Landkreisen/kreisfreien Städten - zumindest online – keinen Nahverkehrsplan. Bei den vorhandenen Nahverkehrsplänen werde "Barrierefreiheit“ zumindest erwähnt. Im nächsten Schritt werden die Nahverkehrspläne ausgewertet, inwieweit das Thema Barrierefreiheit eine Rolle spielt und wie der aktuelle Stand der Umsetzung ist. Weiterhin wird Kontakt aufgenommen zu den Landkreisen/kreisfreien Städten, die keinen Nahverkehrsplan haben. In vielen Städten sei die Barrierefreiheit im ÖPNV schon weiter vorangeschritten. In anderen Städten sei dies eher weniger der Fall. Das Projekt ist bundesweit ausgerichtet.

"Für uns ist wichtig, zu wissen, wie die Lage vor Ort ist, denn wir können nicht überall zeitgleich sein“, so Julia Walter, Referentin für Barrierefreiheit und Projektleiterin beim BSK. "Wer also Erfahrungen mit 'Barrierefreiheit im ÖPNV‘ gemacht hat, kann uns diese am besten per Mail an [email protected] mitteilen. Oder telefonisch unter: 030 8145268-51", so der Appell von Julia Walter.

Krautheim (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/saglosv