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Häusliche Pflege muss besser unterstützt werden

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Foto: VdK Deutschland

CHEMNITZ (kobinet) Rund 600 Pflegebedürftige und pflegende Angehörige haben sich in Sachsen an der Pflegestudie des Sozialverbandes VdK Deutschland unter dem Motto „Pflege zu Hause - zwischen Wunsch und Wirklichkeit“ beteiligt. Diese belegt sowohl den breit ausgeprägten Wunsch, zu Hause zu pflegen und gepfelgt zu werden, sowie die Tatsache, dass dafür eine bessere finanzielle Unterstützung notwendig ist.

Als bestimmend für Pflegesituation wurde dabei der Wunsch hervorgehoben, in der eigenen Häuslichkeit gepflegt zu werden: So wollen nach dieser Umfrage 77 Prozent der pflegenden Angehörigen die Pflege zu Hause fortsetzen und 63 Prozent der Pflegebedürftigen zu Hause weiter gepflegt werden.

Die Bedeutung eines passenden Wohnumfeldes wird dadurch unterstrichen, dass 58 Prozent der pflegebedürftigen Menschen und 67 Prozent der pflegenden Angehörigen angaben, dass ein Rollstuhl oder Rollator benötigt wird. Dafür waren auch zum Teil bauliche Veränderungen im Wohnumfeld nötig, um die häusliche Pflege sicher zu stellen. Diese nötige bauliche Veränderungen wurden nach dieser Studie vorrangig aus eigenen Ersparnissen (jeweils über 70 Prozent der pflegebedürftigen Menschen und der Angehörigen) finanziert. Ergänzend dazu nahmen rund 60 Proznt den Zuschuss der Pflegekassen für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen in Anspruch. Lediglich drei Prozet nutzen Stiftungsmittel oder den Zuschuss des Freistaates Sachsen über die Wohnraumanpassungsrichtlinie.

Dieses Ergebnis zeigt aber, dass die finanziellen Mittel der Pflegeversicherung für die bauliche Verbesserung und Erleichterung der Pflege (aktuell 4.000 Euro) nicht ausreichend sind. VdK-Landesverbandsvorsitzender Horst Wehner stellte dazu fest: „Hier ist der Gesetzgeber gefordert nachzubessern, um die Pflege auch weiterhin in der eigenen Häuslichkeit sicherzustellen. Ohne die häusliche Pflege ist bei der prognostizierten Zunahme der Pflegefälle ein Kollaps der gesamten Pflegesituation abzusehen. Deshalb muss Pflege zu Hause mit vielfältigen Maßnahmen, sowohl für die Betroffenen als auch für die Angehörigen, gestärkt werden.“

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Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sadlu47