Werbung:
Hilfsabfrage.de Flucht Behinderung
Cartoon Phil Hubbe Ausschnitt Rolli liest kobinet
Text Live-Blog Flucht und Behinderung
Springe zum Inhalt

Besuch in der LebensWerkstatt in Bad Friedrichshall

Gruppenbild beim Besuch in Bad Friedenshall
Beim Besuch in Bad Friedenshall
Foto: Beauftragten der Landesregierung

STUTTGART (kobinet) Die Beauftragte der Landesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen Simone Fischer hat gestern die LebensWerkstatt in Bad Friedrichshall besucht, um mit Menschen mit Behinderungen und Mitarbeitenden ins Gespräch zu kommen und sich ein Bild von der aktuellen Situation zu machen.

Bei dieser Gelgenheit erklärte Simone Fischer: „Die Folgen der Corona-Pandemie verlangt Menschen mit Behinderungen zu viel ab. Wenn sie in Wohnge-meinschaften oder Pflegeheimen leben, sind sie in einem Ausmaß mit den Folgen konfrontiert, die der Durchschnittsbürger meist nicht mitbekommt. Sie erleben Be-nachteiligung und Isolation noch stärker als vor der Pandemie. Wir dürfen bei der Inklusion nicht noch mehr Rückschritte machen.“

Die Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus stellen Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen seit nunmehr fast zwei Jahren vor gewaltige Herausforderungen. Sie erleben tiefere Einschnitte in ihrem sozialen Umfeld, in ihrem Alltag und bei der Arbeit, als der Bevölkerungsdurchschnitt. Die Welt der Bewohner konzentriert sich seither fast ausschließlich auf das unmittel-bare, exklusive Lebensumfeld. Aktivitäten und Begegnungen außerhalb der Einrich-tungen sind begrenzt. Seit Beginn der Corona-Maßnahmen finden weniger Besuche von oder bei Angehörigen statt.

Die Behindertenbeauftragte hat dabei den Eindruck mitgenommen, dass die Situation der ausgelasteten Krankenhäuser Menschen mit schwerer und mehrfacher Behinderung und ihre Angehörigen beängstigt. Sie sorgen sich und fragen was mit ihnen passiert, wenn nicht mehr ausreichend Intensivplätze zur Verfügung stehen. Das bereite ihnen seit Beginn der Pandemie große Sorge. So beobachten sie die Entwicklungen um die Fragen der Triage sehr aufmerksam. "Vor allem", so Fischer, "müsse alles getan werden, damit das Gesundheitssystem alle Menschen versorgen kann".

STUTTGART (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sfjrt50