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Pflege macht weiterhin arm

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Foto: VdK Baden-Württenberg

STUTTGART (kobinet) Die Hilfe zur Pflege erreicht in Deutschland ein trauriges Höchstmaß. Der Sozialverband VdK in Baden-Württemberg fordert deshalb die Einführung einer Bürgerversicherung, mit welcher erreicht wird, dass die Pflegeversicherung endlich wieder ihren Zweck erfüllen kann.

Die Zahl der Pflegebedürftigen in Einrichtungen, die auf Hilfe zur Pflege angewiesen sind, darauf hat dieser Landesverband des VdK hingewiesen, erhöhte sich im vergangenen Jahr erneut. Per 31. Dezember 2020 mussten 262.840 von ihnen Sozialhilfe beantragen. Im Jahr 2019 waren es noch 250.007. Damit stieg die Zahl der Sozialhilfeempfänger in Pflegeheimen innerhalb eines Jahres um 5,1 Prozent.

Die Ursachen in dieser Entwicklung sieht der Sozialverband VdK Baden-Württemberg in den immer stärker steigenden Eigenanteilen und fordert die Regierung auf, endlich eine Bürgerversicherung einzuführen.

Bereits im Jahr 2019 hatte der VdK-Landesverband auf das Armutsrisiko Pflegebedürftigkeit hingewiesen. Seither sind nicht nur in Baden-Württemberg die Eigenanteile weiter gestiegen. Im Bundesdurchschnitt liegen sie aktuell bei 2.125 Euro, in Baden-Württemberg betragen sie mit Stand vom Juli 2021 sogar durchschnittlich 2.463 Euro. Erste Ansätze zur Deckelung der Eigenanteile finden sich im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung. „Doch das ist viel zu wenig“, findet Hans-Josef Hotz, Landesverbandsvorsitzender des VdK Baden-Württemberg: „In letzter Konsequenz muss die Trennung in gesetzliche und private Pflegeversicherung beendet und endlich eine einzige Bürgerversicherung eingeführt werden!“

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