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Fehlende Barrierefreiheit verhinderte Teilnahme bei Klimakonferenz in Glasgow

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Foto: Irina Tischer

Glasgow (kobinet) Großbritannien ist für einen höheren Grad an Barrierefreiheit bekannt. Die Vereinten Nationen haben bereits 2006 die UN-Behindertenrechtskonvention verabschiedet, die Barrierefreiheit vorschreibt und im Zusammenhang mit den Maßnahmen gegen den Klimawandel wird immer wieder die soziale Komponente und die Verbindung zur Schaffung von mehr Barrierefreiheit betont. Das alles hat nicht verhindert, dass die israelische Energieministerin, die einen Elektrorollstuhl nutzt, aufgrund von Barrieren nicht an einer Veranstaltung zur Klimakonferenz in Glasgow teilnehmen konnte.

Wie der Nachrichtensender ntv berichtet, hatte die israelische Energieministerin Karine Elharrar am Montag zwei Stunden lang vergeblich versucht, auf das Gelände der Klimakonferenz in Glasgow zu gelangen. Der Veranstaltungsort sei für die Politikerin, die einen Elektrorollstuhl nutzt, nicht barrierefrei gewesen. Zudem soll es Probleme mit dem Shuttle gegeben haben. Unverrichteter Dinge musste sie schließlich zurück ins Hotel. "Es ist traurig, dass die UN, die Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderungen fördert, sich im Jahr 2021 nicht um Barrierefreiheit bei ihren Veranstaltungen kümmern", schrieb Elharrar dem ntv-Bericht zufolge auf Twitter.

Mit dem Vorfall musste sich auch der britische Botschafter in Israel beschäftigen. Am Dienstag ist es der Ministerin dann gelungen, gemeinsam mit Israels Ministerpräsident Naftali Bennett an der Konferenz teilzunehmen.

Link zum Bericht von ntv über den Vorfall

Glasgow (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/scjlnrt