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Behindertenpolitischer Stammtisch bietet gute Möglichkeiten

Bei den Gesprächen des sechsten behindertenpolitischen Stammtisches
Bei den Gesprächen des sechsten behindertenpolitischen Stammtisches
Foto: Hannes Kreschel

STENDAL (kobinet) Anfang September haben wieder zwölf Gäste im Publikum am nun bereits sechsten Behindertenpolitischen Stammtisch in der Kleinen Markthalle in Stendal teilgenommen. Fünf Interessierte hatten sich von daheim über ZOOM eingewählt. Dieses Format des Dialogs entwickelt sich damit, moderiert von Berater EUTB Carsten Rensinghoff, zu einer Tradition und erweist sich als gute Möglichkeit, um auf Augenhöhe alle Punkte und Fragen unter Einbeziehung von Betroffenen zu debattieren.

Das läuft keinesfalls ohne Schwierigkeiten ab. So konnte die Bundestagsabgeordnete Corinna Rüffer von BÜNDNIS 90/Die Grünen wegen instabiler Internetverbindung aus ihrem Berliner Büro nicht an der Veranstaltung teilnehmen. Auch der Oberbürgermeister der Stadt mußte sich wegen Terminüberschneidung durch den Leiter des Bauamtes vertreten lassen.

Dessen ungeachtet konnten Probleme debattiert und auch Lösungen besprochen werden. Einen breiten Raum der Gespräche hatte die Frage eingenommen, weshalb zwei barrierefreien Parkplätzen für Behinderte abgeschafft und für die Außengastronomie zur Verfügung gestellt worden waren. Der Vertreter der Stadt mußte dazu erklären, dass dies aus wirtschaftlichen Gründen geschehen war - als Fläche der Außengastronomie kann diese verpachtet werden und kostet der Stat nicht nur Geld. Diese beiden Parkplätze kommen nicht zurück, der Vertreter der Stadt sagte jedoch zu, dass Behinderte hier zukünftig stärker bei der Planung beteiligt werden sollen. Im Schlusswort versprach er zudem seine Mitarbeiter stärker für die Partizipation Behinderter bei allen Baumaßnahmen zu sensibilisieren.

Wichtig für die Anwesenden war zudem, dass die Landtagsabgeordnete Katrin Gensecke deutlich machte, wie sie die Partizipation, die Beteiligung der Behinderten in ihrer politischen Arbeit bei allem verstärkt beachten will. Dieses stets gemeinsames Arbeiten war ebenso für den ABiD-Vorsitzenden Marcus Graubner wichtig und das kam an, weil es wichtig ist, wie der anwesende Vertreter der Sozialagentur deutlich machte, mit den Betroffenen, den Behinderten, selbst zu sprechen.

Insgesamt war also der sechste behindertenpolitische Stammtisch in Stendal erneut ein Erfolg und bestärkt die Organisatoren darin, diese Form des Dialogs fortzuführen.

STENDAL (kobinet) Kategorien Nachricht

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