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Corona-Impfungen für behinderte Menschen im ZsL Mainz

Bild von der Corona-Impfung von Matthias Rösch
Corona-Impfung von Matthias Rösch
Foto: privat

Mainz (kobinet) Das Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen, Mainz (ZsL Mainz) führt heute, am 17. April, eine Impfaktion für Menschen mit Behinderungen durch. Die Aktion bietet eine zusätzliche Alternative zu den bestehenden Impfangeboten. Geimpft werden Menschen mit Behinderungen, die Leistungen der Eingliederungshilfe oder der Pflegeversicherung beziehen sowie enge Kontaktpersonen wie Assistent*innen, pflegende Angehörige oder Unterstützer*innen. Unterstützt wird die Aktion vom Landesbehindertenbeauftragten von Rheinland-Pfalz, Matthias Rösch, der sich ebenfalls impfen ließ.

"Ich bin überzeugt davon, dass die Impfungen unser Schritt zurück in die Normalität sind. Gerade bei den aktuell steigenden Infektionszahlen, vor allem auch mit den Mutationen, ist eine Impfung umso wichtiger. Ich freue mich sehr, dass heute Menschen mit Behinderungen sowie enge Kontaktpersonen über die Impfaktion des ZsL geimpft werden können. Das ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Ziel, möglichst viele Personen, vor allem in dieser Zielgruppe, relativ schnell zu impfen“, sagte Gesundheits- und Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler anlässlich der Aktion.

"Menschen mit Behinderungen sind in besonderem Maße durch das Corona-Virus betroffen: Zum einen gehören sie in weiten Teilen der Risikogruppe an. Eine Ansteckung geht hier oftmals mit schweren Verläufen einher oder endet tödlich. Zum anderen sind viele von ihnen u.a. auf Pflege, Assistenz, Physio- oder Ergotherapie angewiesen – also Bereiche, die persönliche Nähe erfordern. Dieses Zusammenspiel macht die Situation für Menschen mit Behinderungen in der Pandemie so gefährlich“, erklärte Stephan Heym, Geschäftsführer beim ZsL Mainz. "Die Impfung dieser Personengruppe ist daher ein wichtiger Baustein, der Menschen mit Behinderungen in dieser für sie sehr schwierigen Pandemie-Zeit eine positive Perspektive für die nahe Zukunft bietet.“

"Durch meine Arbeit als Landesbehindertenbeauftragter erfahre ich immer wieder, wie schwierig die Situation für Menschen mit Behinderungen in der Pandemie ist. Ich freue mich, dass bei der Impfaktion heute im ZsL Mainz besonders die Menschen mit Behinderungen berücksichtigt werden, die außerhalb von Einrichtungen ihre persönliche Assistenz als Arbeitgeberinnen oder Arbeitgeber oder mit dem persönlichen Budget organisieren. Die Impfungen sind ein Lichtblick, wieder mehr Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe zu erreichen. Das ist auch ein Ergebnis unserer regelmäßigen gemeinsamen Gesprächsrunden mit den Selbsthilfe- und Selbstvertretungsorganisationen der Menschen mit Behinderungen zusammen im Ministerium nach unserem Grundsatz 'Nichts über uns, ohne uns‘“, erklärte der Landesbeauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen von Rheinland-Pfalz Matthias Rösch, der selbst auf persönliche Assistenz angewiesen ist und sich bei der Aktion impfen ließ.

An der Impfaktion nehmen knapp 100 Personen teil. Hiervon sind rund zwei Drittel unter 60 Jahre, ein Drittel ist über 60 Jahr alt. Durchgeführt wird die Impfung vom Mobilen Impfteam (MIT) des DRK Ortsverein Mainz-Hechtsheim in den barrierefreien Räumlichkeiten des ZsL Mainz.

Mainz (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/saepz37