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Corona-Sonderregeln für ärztliche Leistungen verlängert

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Foto: Susanne Göbel

Greifswald (kobinet) Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die Corona Sonderregeln für verschiedene ärztliche Leistungen über den 31. 3.2021 hinaus um weitere drei bzw. sechs Monate verlängert. Er reagiert damit auf das anhaltend hohe Infektionsgeschehen. Darüber berichtet Henry Spradau. Ziel ist es, Arztpraxen zu entlasten und direkte Arzt-Patienten-Kontakte so gering wie möglich zu halten.

Bericht von Henry Spradau

Die Regelungen gelten für folgende Bereiche:

Arbeitsunfähigkeit: Patient*innen mit leichten Atemwegserkrankungen, können wie bisher telefonisch für bis zu 7 Kalendertage krankgeschrieben werden, wenn die Ärzt*innen sich persönlich vom Zustand der Patient*innen durch eine eingehende telefonische Befragung überzeugt haben. Gilt bis 30. 6. 2021.

ASV: In der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) bleibt der Behandlungsumfang um die Möglichkeit zur telefonischen Beratung für alle Patientengruppen erweitert. Gilt bis 30. 6. 2021.

Entlassmanagement: Krankenhausärzt*innen können weiterhin im Rahmen des Entlassmanagements eine Arbeitsunfähigkeit bis zu 14 Kalendertagen statt bis zu 7 Tagen nach Entlassung aus dem Krankenhaus bescheinigen; ferner für häusliche Krankenpflege, spezialisierte ambulante Palliativversorgung, Soziotherapie sowie Hilfs- und Heilmittel. Gilt bis Ende der epidemischen Lage.

Erleichterte Vorgaben für Verordnungen: Heilmittel-Verordnungen bleiben bei Leistungsunterbrechungen von mehr als 14 Tagen gültig. Folgeverordnungen von häuslicher Krankenpflege müssen nicht in den letzten 3 Arbeitstagen vor Ablauf des verordneten Zeitraums ausgestellt werden. Folgeverordnungen für häusliche Krankenpflege können für bis zu 14 Tage rückwirkend verordnet werden. Gilt bis 30. 9. 2021.

Krankentransport: Krankentransportfahrten zu nicht aufschiebbaren zwingend notwendigen ambulanten Behandlungen von nachweislich an Corona erkrankten Versicherten oder von Versicherten, die aufgrund behördlichen Anordnung unter Quarantäne stehen, bedürfen wie bisher vorübergehend nicht der vorherigen Genehmigung durch die Krankenkasse. Gilt bis Ende der epidemischen Lage.

Verlängerung der Vorlagefrist für Verordnungen: Die Frist zur Vorlage von Verordnungen bei der Krankenkasse bleibt weiterhin für häusliche Krankenpflege, Soziotherapie sowie spezialisierte ambulante Palliativversorgung von 3 Tagen auf 10 Tage verlängert. Gilt bis 30. 9. 2021.

Telefonische Verordnungen: Folgeverordnungen für häusliche Krankenpflege, Hilfsmittel und Heilmittel dürfen weiterhin auch nach telefonischer Anamnese ausgestellt werden. Voraussetzung ist, dass bereits zuvor aufgrund derselben Erkrankung eine unmittelbare persönliche Untersuchung durch die Ärztin oder den Arzt erfolgt ist. Dies gilt auch weiterhin für Verordnungen von Krankentransporten und Krankenfahrten. Gilt bis 30. 9. 2021.

Videobehandlung: Eine Behandlung kann weiterhin auch per Video stattfinden, wenn dies aus therapeutischer Sicht möglich und die Patient*inen damit einverstanden ist. Diese Regelung gilt für eine Vielzahl von Heilmitteln, die von Vertrags(zahn)ärzt*innen und -ärzten verordnet werden können. Auch Soziotherapie und psychiatrische häusliche Krankenpflege können mit Einwilligung per Video erbracht werden. Gilt bis 30. September 2021.

Der Beschluss trat am 18. 3. 2021 in Kraft.

Greifswald (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/saehqsx