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Gebührenbescheid des Transparenzregisters für Vereine

drei rote Ausrufezeichen
Drei rote Ausrufezeichen
Foto: ht

Hollenbach (kobinet) In diesen Tagen werden allerorts an Vereine Gebührenbescheide des Bundesanzeiger Verlags zugesandt. Diese sehen zwar aus wie die ständig ins Haus flatternden pseudoamtlichen Versuche, sich kostenpflichtig in irgendwelche Verzeichnisse einzutragen. Dem ist jedoch nicht so. Es wird auch erwähnt, dass sich als gemeinnützig eingetragene Vereine befreien können, aber nur ab dem laufenden Jahr. Berechnet wird aber ab 2017. Grundlage hierfür sind das Geldwäschegesetz und die Transparenzregistergebührenverordnung

Ist das nicht Bauernfängerei?

Ein Kommentar von kobinet-Redakteur Gerhard Bartz

Da Vereine bereits im Vereinsregister registriert sind, besteht bereits ausreichende Transparenz. Sie können Gebührenbefreiung beantragen. Diese gilt jedoch nicht für die Vergangenheit. Für 2017 bis 2020 muss bezahlt werden. Für Leistungen, die niemand in Anspruch nahm und die auch keiner kannte. Zwar nur 1,25 € für 2017, je 2,50 € für 2018 und 2019 und 4,80 für 2020. Jeweils plus Mehrwertsteuer. Soll mir keiner weismachen, dass sich solche Beträge „lohnen“. Deren Abwicklung wird viel Geld kosten, aber Arbeitsplätze erhalten bzw. schaffen.

Ein weiterer Aspekt ist die technische Handhabung der Gebührenbefreiung. Zunächst muss man sich registrieren. Nachdem ein Link zur Befreiung vergeblich gesucht wird, erhält man von der Hotline, nachdem man sich zuvor unzählige Minuten ein Gedudel angehört hat, dass man die erweiterte Registrierung machen muss. Man legt auf und macht sich erneut minutenlang auf die Suche, umsonst. Schließlich schreibt man dann doch eine eMail und fragt danach, was man machen muss. Gezahlt wird aber nur unter Vorbehalt. Denn eine Leistung die unbekannt war, von der man nicht wusste und von der auch nicht klar ist, ob, wie und an wen sie überhaupt erbracht wurde, will niemand zahlen.

Hollenbach (kobinet) Kategorien Nachricht

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