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Berliner Sammeltaxi vor dem Aus

Foto zeigt BVG-Sammeltaxi mit Mann im Rollstuhl
Berlkönig
Foto: Andi Weiland/Gesellschaftsbilder

Berlin (kobinet) Ende April droht dem Sammeltaxi der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) das Aus. Inklusionsaktivist Raul Krauthausen setzt sich dafür ein, dass der "BerlKönig" weiter fährt und dieses Angebot ausgebaut wird, erfuhr kobinet heute aus seinem wöchentlichen Newsletter.

Seit dem Start des Berlkönigs Mitte 2018 hat sich die Mobilität für Krauthausen um ein Vielfaches verbessert, sagt er im Gespräch mit Tagesspiegel Background. Über die App des Sammeltaxis der BVG kann er einen rollstuhlgerechten Kleinbus bestellen – für den gleichen Tag. „In der Regel ist der Berlkönig samt Fahrer schon in weniger als einer halben Stunde nach Bestellung da, um mich abzuholen.“

Dass dem BVG-Sammeltaxi das Aus droht, bereitet dem 39-Jährigen große Sorgen. „Für mich ist das Angebot nicht nur eine beliebte Ergänzung zu anderen sogenannten Sonderfahrdiensten“, sagt Krauthausen. „Sondern tatsächlich innerhalb von Berlin nahezu die einzige Möglichkeit, selbstbestimmt und spontan von A nach B zu kommen.“

Die Mitfahrenden seien meist positiv überrascht gewesenen, dass der Berlkönig einen barrierefreien Zugang bietet. Er habe viele nette Gespräche geführt, „die weiter über den Smalltalk beim Bäcker hinausgehen“. Sollten die schwarz-gelben Kleinbusse tatsächlich wieder aus Berlin verschwinden, wäre das für Krauthausen ein Rückschritt.

Berlin (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sglsy45

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Arnd Hellinger
19.02.2020 22:49

Wie ich schon auf Facebook schrieb: So wirklich barrierefrei und inklusiv ist der Berlkönig jetzt auch nicht - und er bindet Gelder, die in einer Komplettierung der Barrierefreiheit des "normalen" ÖPNV weitaus nachhaltiger angelegt wären. Einen "Telebus für Hipster" braucht Berlin eigentlich nicht, denn dafür gibt es Taxis...

A propos Taxis: Wie viele barrierefreie Taxis könnten mit den jetzt vom amerikanischen Co-Betreiber des Berlkönig beim Senat eingeforderten 43.000.000,-- € beschafft werden....?

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