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Klimakrise verstärkt Barrieren für Menschen mit Behinderungen

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Foto: handicap international

Berlin (kobinet) Menschen mit Behinderungen machen etwa 15 Prozent der Weltbevölkerung aus. Dennoch werden die Barrieren, denen Menschen mit Behinderungen nach Naturkatastrophen oder in Konfliktregionen gegenüberstehen, in der humanitären Hilfe oft übersehen. Der Klimawandel verstärkt die schon existierenden Barrieren und erhöht die Anzahl der Katastrophen und Konflikte weltweit. Humanitäre Helfer müssen deshalb im Notfall inklusiv denken und diejenigen erreichen, die sie am dringendsten benötigen. Auf dem Humanitären Kongress in Berlin am 17. und 18. Oktober diskutieren Expert*innen über die humanitären Herausforderungen der Klimakrise. Handicap International (HI) fordert mehr Teilhabe für die, die am meisten Schutz benötigen.

Die Mitarbeiter*innen der Hilfsorganisation Handicap International (Mitglied der internationalen Organisation Humanity & Inclusion) erleben und beobachten die sich stetig verschlimmernden Auswirkungen des Klimawandels in ihrer täglichen Arbeit vor Ort. Die Folgen der Klimakrise für Menschen mit Behinderungen sind dabei viel zu wenig bekannt. Humanitäre Akteure stehen noch am Anfang, Inklusion und Klimaveränderungen gedanklich zu verknüpfen. "Unsere Erfahrung zeigt jedoch, dass durch Teilhabe und Partizipation die gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels auf Menschen mit Behinderungen verbessert und ihnen der Zugang zu humanitärer Hilfe erleichtert werden kann", heißt es in der Presseinformation von Handicap International.

Am 17. und 18. Oktober diskutieren zahlreiche Expert*innen aus Theorie und Praxis mit über 850 Teilnehmenden zu aktuellen humanitären Herausforderungen der Klimakrise beim Humanitären Kongress Berlin, in der Urania Berlin. Handicap International (HI) wird die humanitären Auswirkungen des Klimawandels auf Menschen mit Behinderungen thematisieren und mit anderen Expert*innen darüber diskutieren, wie wir dazu beitragen können, den Schutz und die Teilhabe der am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen zu gewährleisten. Außerdem unterstützt HI durch das Projekt "Phase 2 – Leave no one behind!" den Kongress darin, angemessene Vorkehrungen zur Barrierefreiheit zu treffen. So werden beispielsweise am ersten Kongresstag Untertitel im online Livestream zur Verfügung gestellt, um Menschen mit Hörbeeinträchtigungen eine (Online)-Teilnahme zu ermöglichen.

Der Humanitäre Kongress Berlin ist eine internationale Plattform für den Austausch von Informationen, Erfahrungen und Ideen zwischen Expert*innen aus Theorie und Praxis im Bereich der humanitären Hilfe. Der Kongress findet jährlich statt und wird organisiert von Ärzte ohne Grenzen, Ärzte der Welt, Deutsches Rotes Kreuz und der Ärztekammer Berlin, offizieller Partner ist dieses Jahr Greenpeace. Mehr Informationen zum Humanitären Kongress Berlin gibt*s unter http://humanitarian-congress-berlin.org/2019/?utm_source=flexmail&utm_medium=email&utm_campaign=pm141019huko&utm_content=hier. Eine Anmeldung vor Ort ist möglich. Die Urania Berlin ist barrierefrei, wie es in der Ankündigung heißt.