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Pride Parade gegen Diskriminierung

Pride Parade 2019 startet an der Jannowitzbrücke
Pride Parade 2019 startet an der Jannowitzbrücke
Foto: kobinet/sch

BERLIN (KOBINET) Gegen Diskrimierung und für ein selbstbestimmtes Leben gingen heute in Berlin Menschen mit Behinderungen und psychiatrischen Diagnosen auf die Straße. Zum sechste Mal fand an der Spree die  „behindert und verrückt feiern" Pride Parade statt - ohne Luftballons von der Aktion Mensch oder Fähnchen großer Verbände. Erstmals startete die Parade, die bisher durch Neukölln und Kreuzberg führte, auf der Jannowitzbrücke in Mitte. Ziel der mehr als tausend Leute war wieder der Südblock am Kotti in Kreuzberg, wo Party angesagt war.

"Seit zehn Jahren gibt es in Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention. Sie fordert eine gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen. Mit ihr ist Inklusion ein Menschenrecht", so die Aktivisten vom Organisationsbündnis. "Doch die Realität sieht anders aus." Die Mehrheits-Gesellschaft versuche Menschen lieber „passend" zu machen, statt sich selbst zu verändern. Zwang und Bevormundung würden dabei in Kauf genommen.

Die Pride Parade fordert: Niemand darf wegen einer sichtbaren oder unsichtbaren Behinderung, wegen einer chronischen Krankheit, wegen Gehörlosigkeit, wegen des „falschen" Geschlechts oder wegen einer psychiatrischen Diagnose von der Gesellschaft ausgeschlossen werden! Niemand darf benachteiligt sein, weil sie oder er nicht der Norm entspricht! Deshalb war als Motto der diesjährigen Parade auf einem Spruchband an der Spitze des Zuges und auf Flugblättern zu lesen: Kämpfe verbinden - Normen überwinden!

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