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Bestehende Angebote nutzen und eigene Netzwerke schaffen

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Foto: ZsL Stuttgart

STUTTGART (KOBINET) Wie Inklusion in Arbeit gelingt, das war der Leitsatz des ersten Fachtags Inklusion in Arbeit, der vor kurzem im Zentrum selbstbestimmt Leben Stuttgart (ZsL) stattfand. Rolf Behncke, früherer Geschäftsführer der Hamburger Arbeitsassistenz, hat über 2.000 Menschen mit Behinderung in reguläre Arbeit vermittelt und berichtete den Teilnehmer*innen des Fachtags von seinen Erfahrungen.

Jobcoaches, Verantwortliche aus Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, selbst von (fehlender) Inklusion in Arbeit betroffene Menschen, sowie deren Eltern und Berater*innen fanden sich unter den Teilnehmer*innen der Veranstaltung. Sie konnten von Rolf Behnckes Erfahrungsschatz aus 27 Jahren Arbeitsassistenz profitieren und sich austauschen. Rolf Behncke informierte unter anderem über die Grundsätze von unterstützter Beschäftigung, die mehr Wahlmöglichkeiten und Selbstbestimmung durch flexible und individuelle Unterstützung mit sich bringt. Unter dem Motto: "Erst platzieren, dann qualifizieren“, schaffen Firmen in Zusammenarbeit mit Jobcoaches und den Arbeitnehmer*innen selbst Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen. Diese Arbeitsplätze sind an die  Fähigkeiten und Bedürfnisse der Arbeitnehmer*innen angepasst. So können die Arbeitnehmer*innen gestärkt und ihre Fähigkeiten gefördert werden.

"Es entsteht dann eine für alle Beteiligten gewinnbringende Situation“, sagt Rolf Behncke. Die Hamburger Arbeitsassistenz berät in dem 1992 eingeführten Modell auch direkt am Arbeitsplatz und unterstützt Betriebe und Arbeitnehmer*innen auch nach der Vermittlung, "so lange wie nötig“. Das Finden von passenden Unternehmen und Jobs ermöglicht die Hamburger Arbeitsassistenz ebenso. Dies geschehe häufig durch Kontakte und informelle Gespräche, berichtete Rolf Behncke. "Dazu braucht es offene Ohren und Flexibilität auf beiden Seiten.“ Auch hier sei es gut, dass die Jobcoaches von Anfang an als Berater*innen tätig sind, um Bedenken seitens der potenziellen Arbeitgeber umgehend aus dem Weg zu räumen. "Inklusion in Arbeit gelingt, wenn wir bestehende Angebote nutzen und eigene Netzwerke schaffen“, sagt Rolf Behncke.