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Pflicht-Sound für Elektroautos

Frau mit Kind und E-Auto
Frau mit Kind und E-Auto
Foto: DBSV/Schwering

BERLIN (KOBINET) Lautlose Elektroautos gefährden insbesondere blinde und sehbehinderte Menschen. Zum Schutz der Fußgänger verordnet die Europäische Union ab 1. Juli bis zu einem Tempo von 20 km/h ein Warngeräusch. Nach der Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates Nr. 540/2014 muss in neuen Typen von Hybridelektro- und reinen Elektrofahrzeugen ein akustisches Warnsignal (Acoustic Vehicle Alerting Systems, kurz AVAS) installiert sein. Allerdings folgt der Stichtag für sämtliche neu zugelassenen elektrifizierten Pkw erst zwei Jahre später. Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband fordert, AVAS in alle Fahrzeuge sofort einzubauen.

Allerdings folgt der Stichtag für sämtliche neu zugelassenen elektrifizierten Pkw erst zwei Jahre später. Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband fordert, AVAS in alle Fahrzeuge sofort einzubauen. Blinde und sehbehinderte Menschen sind im Verkehr auf die Wahrnehmung von Fahrzeuggeräuschen angewiesen. Aber auch für Kinder, Radfahrer, ältere und unaufmerksame Verkehrsteilnehmende besteht ein Sicherheitsrisiko. Deshalb hat der DBSV zum Europäischen Protesttag für die Gleichstellung behinderter Menschen am 5. Mai eine bundesweite Aktion gestartet. Unter dem Motto „Elektrisch fahren tut hörbar gut!" wird in vielen deutschen Städten auf die Gefahren lautloser Fahrzeuge hingewiesen.