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Dixie-Festival und Rezo-Video

Dixieland-Dampfer am 23. Mai 2019 auf der Elbe
Dixieland-Dampfer am 23. Mai 2019 auf der Elbe
Foto: sch

DRESDEN (KOBINET) Mit der traditionellen Parade vom Terrassenufer an der Elbe zum Altmarkt geht heute Abend Dresdens 49. Dixieland-Festival zu Ende. Bands aus elf Ländern spielten auf, darunter aus Dänemark, Frankreich, den Niederlanden, Spanien, Portugal, Italien und Großbritannien. Ein Höhepunkt des Festivals, das wieder hundertausende Besucher anzog, war die Riverboat-Shuffle. Dresden wurde zu Ostzeiten als "Tal der Ahnungslosen" verspottet, weil das Westfernsehen hier nicht empfangen werden konnte. Vor der Europa-Wahl an diesem Sonntag konnten die Dresdener alle Informationsmöglichkeiten nutzen, auch die in den sozialen Medien.

Ein Höhepunkt des Festivals, das wieder hundertausende Besucher anzog, war die Riverboat-Shuffle. Vom Terrassenufer legten die historischen Raddampfer und die beiden Salonschiffe mit Musikern ab, die gut drei Stunden lang auf dem Wasser jazzten. Auf beiden Seiten der Elbe verfolgten viele Passanten das Volksfest des Jahres. Ausflugslokale entlang der Route hatten Musiker aufgeboten, die ihrerseits mit heißen Rythmen und Swing für gute Stimmung sorgten.

Auf dem PD "Diesbar" von 1884, der als einziger Personendampfer der Flotte noch mit Kohle befeuert wird, heizten die Dixie Six zusätzlich ein. Die Dampfmaschine, ehemals aus dem Jahr 1841 vom PD "Bohemia" stammend, gilt heute als die älteste noch im Einsatz befindliche Dampfmaschine der Welt.

Unter Deck in einem der beiden Salons saß ein junger Mann allein beim Radeberger Bier. Interessiert schaute er auf ein Handy, während seine Partnerin oben mit der Band aus Dresden um die Wette rockte. Kann sein, dass er sich das Video des 26-jährigen Rezo aus Wuppertal reingezogen hat. Der  YouTuber zeigt, "wie die CDU aktuell unser Leben und unsere Zukunft zerstört". In knapp einer Stunde zerlegt er vor einem rasch wachsenden Millionen-Publikum Deutschlands mächtigste Partei und kritisiert deren Gefolgsleute.

Die Fahrt bis zur Umkehr bei Pillnitz machte auch eine Dame im Rollstuhl mit. Wie der Berichterstatter von der Familie an Bord erfuhr, war die Crew "sehr nett und zuvorkommend" beim Einstieg behilflich. Passagiere im Elektrorollstuhl, die mehr Platz als solche im "Falter" brauchen, können von den historischen Raddampfern allerdings nicht mitgenommen werden. Ansonsten wollen sich die Festivalveranstalter weiter darum bemühen, dass alle Besucher willkommen sind.