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Sachsen will Pflegewohngeld einführen

Dresden - Blick vom Innenhof des Zwinger auf das Kronentor
Dresden - Blick vom Innenhof des Zwinger auf das Kronentor
Foto: H. Smikac

DRESDEN (KOBINET) Wie vom Selbsthilfenetzwerk Sachsen zu erfahren ist, so will Gesundheitsministerin Barbara Klepsch mit einem umfassenden Pflegepaket die Pflege in Sachsen verbessern. Das Pflegepaket sieht insgesamt zehn Kernpunkte vor. So sollen mit einem Landesinvestitionsprogramm unter anderem die Eigenanteile der Pflegebedürftigen an den Investitionskosten begrenzt und Investitionen in der ambulanten und stationären Pflege gefördert werden. Sachsen will dazu in Abstimmung mit dem Bund ein Pflegewohngeld einführen.

Mit dem Pflegepaket greift die Ministerin die Forderungen aus der Praxis auf und stellt die Weichen für spürbare Veränderungen. „Unser Ziel ist eine bezahlbare Pflege mit hoher Qualität. Wir müssen Pflegekräfte in ihrer Arbeit unterstützen, den pflegenden Angehörigen zur Seite stehen und uns stärker an der Finanzierung von Pflege beteiligen, damit Kostenerhöhungen nicht einseitig bei den Versicherten abgeladen werden“, sagte Gesundheitsministerin Barbara Klepsch.

Mit dem Paket sollen die Pflegekräfte deutlich gestärkt werden. Das Gesundheitsministerium wird deshalb den Sächsischen Pflegerat künftig finanziell fördern. Dafür wird der Aufbau einer Geschäftsstelle unterstützt. Weiterhin wird das Gesundheitsministerium den Führerscheinerwerb für Auszubildende und Pflegekräfte in der ambulanten Pflege finanziell fördern. Zudem sollen die rechtlichen Voraussetzungen für die Kommunen geschaffen werden, um Parkerleichterungen für ambulante Pflegedienste zu ermöglichen. Weiterhin setzt sich Sachsen intensiv für einen einheitlichen Tarifvertrag aller Pflegekräfte beim Bund ein. Darüber hinaus soll für die pflegenden Angehörigen ein Landesnetzwerk aufgebaut werden. Damit werden Angehörige besser beraten, unterstützt und können sich austauschen.

„Wir haben mit dem Pflegepaket zahlreiche Forderungen aus den Pflegedialogen und dem Enquete-Bericht zur Pflege aufgenommen und ich bin sicher, dass wir damit zu spürbaren Veränderungen kommen. Es geht darum, neue Wege in der Pflege zu ermöglichen, pflegenden Angehörigen den Rücken zu stärken und der Gefahr der Einsamkeit im Alter entgegenzuwirken. Letztlich sollen alle aufgeführten Bausteine den Pflegebedürftigen selbst zugutekommen“, so Ministerin Barbara Klepsch abschließend.

Darüber hinaus entwickelt das Gesundheitsministerium gemeinsam mit Pflegeschülern eine Imagekampagne, damit die gesellschaftliche Bedeutung von Pflegeberufen stärker ins Bewusstsein gelangt.