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Natalie Dedreux: Petition gegen Bluttest als Kassenleistung

Natalie Dedreux
Natalie Dedreux
Foto: change.org

KöLN (KOBINET) Die 20jährige Aktivistin Natalie Dedreux hat eine Petition gegen den umstrittenen Down-Syndrom-Bluttest als Kassenleistung gestartet und zum Welt-Down-Syndrom-Tag klar gestellt: "Menschen mit Down-Syndrom sollen nicht aussortiert werden!". Natalie Dedreux lebt mit dem Down-Syndrom. Die Kölner Aktivistin erlangte bundesweite Bekanntheit, als sie 2017 Bundeskanzlerin Merkel in der ARD-Wahlarena mit dem Thema Spätabbruch von Menschen mit Down-Syndrom konfrontierte, wie es in einer Presseinformation von change.org heißt, auf deren Plattform die Petition gestartet wurde.

"Seit Jahren existieren Bluttests, die mit hoher Wahrscheinlichkeit das Down-Syndrom eines ungeborenen Kindes diagnostizieren können. Bislang muss dieser von den werdenden Eltern selbst bezahlt werden. Im April will der Bundestag über die künftige Kostenübernahme durch Krankenkassen debattieren. Natalie Dedreux will die Übernahme der Bluttest-Kosten mit ihrer zum Welt-Down-Syndrom-Tag auf Change.org gestarteten Petition verhindern: "Ich habe Angst, dass es weniger Menschen mit Down-Syndrom geben wird, wegen dem Bluttest bei schwangeren Frauen auf Down-Syndrom. Ich will nicht, dass die Krankenkasse den Bluttest bezahlt", betont sie.

Schon heute entscheidet sich die Mehrheit der Eltern für eine Abtreibung. Die Übernahme der Kosten könnte Experten zufolge zu einem weiteren Anstieg führen. Natalie Dedreux schreibt in ihrer Petition auf Change.org dazu: "Mein Leben mit Down-Syndrom ist cool. Ihr sollt nicht mehr so viel Angst vor uns haben. Es ist doch cool auf der Welt zu sein mit Down-Syndrom. Also ich finde es wichtig, dass es Menschen mit Down-Syndrom auf der Welt gibt."

Voraussichtlich im Spätsommer wird entschieden, ob die Krankenkassen die Kosten für den Test zukünftig übernehmen müssen. Dedreux und ihr breites Bündnis von prominenten Erstunterzeichnern und unterstützenden Organisationen haben Widerstand angekündigt.

Link zur Petition von Natalie Dedreux