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Gleiche Rechte statt Rosen

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Foto: Weibernetz

KASSEL (KOBINET) Zum Internationalen Frauentag hat die Politische Interessenvertretung behinderter Frauen im Weibernetz e.V. heute eine wirkliche Gleichberechtigung aller Frauen statt Blumen gefordert. „Blumen für ganzjährig geleistete Arbeit sind eine nette Geste. Es geht an diesem Tag jedoch seit jeher nicht um kleine Aufmerksamkeiten", erläutert Brigitte Faber, Projektleiterin im Weibernetz. „Wir wollen an diesem Tag nicht froh sein, dass man(n) an uns denkt und uns Blumen schenkt! Wir wollen eine wirkliche Gleichberechtigung! Und dafür streiten Frauen an diesem Tag seit über 100 Jahren."

Für Frauen mit Behinderungen gibt es noch viel zu streiten. Denn auch 10 Jahre nach In-Kraft-Treten der UN-Behindertenrechtskonvention gibt es noch viele Lücken bei der Umsetzung des Menschenrechtsvertrags. So fordern die Vereinten Nationen von Deutschland zum Beispiel eine umfassende Gewaltschutzstrategie für Frauen mit Behinderungen. „Und es gibt viele weitere Lücken, die bekannt sind, die wir jedoch immer wieder benennen müssen, weil es nicht wirklich vorwärts geht. Dazu gehören zum Beispiel die Unterversorgung von Frauen mit Behinderungen im Bereich Gynäkologie, zu geringe Unterstützungs- und Wohnangebote für Mütter mit Lernschwierigkeiten, das hohe Armutsrisiko behinderter Frauen."