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Tolle Blindenreportage-Premiere

Sven Bartlau und Heinz Pohl, zwei blinde Handball-Fans
Sven Bartlau und Heinz Pohl, zwei blinde Handball-Fans
Foto: T_OHR - Zentrum für Sehbehinderten- und Blindenreportage in Gesellschaft und Sport

BERLIN (KOBINET)  Die Premiere der Blindenreportage bei der Handball-WM 2019 ist toll angekommen. Dank der Kooperation des DHB zusammen mit AWO-Passgenau und dessen Projekt T_OHR – Zentrum für Sehbehinderten- und Blindenreportage in Gesellschaft und Sport mit freundlicher Unterstützung der Aktion Mensch wird die Handball-Weltmeisterschaft barrierefreier.

„Ich habe noch nie ein Handball-Spiel live verfolgt und ich hätte nie gedacht, dass ich durch die Reportage so gut mitkomme und mir alles so gut vorstellen kann.“ Das Fazit von Zuhörer Sven Bartlau bei der Premiere einer Blindenreportage bei einer Handball-WM hätte nicht besser ausfallen können. Immer wieder reißt Sven die Arme nach oben, klatscht in die Hände oder lacht bei den Beschreibungen der Blindenreporter Broder-Jürgen Trede und Philipp Rother. „Jetzt starten die 13.500 Fans eine LAOLA – 3,2,1 – jetzt ist sie bei uns angekommen, Arme nach oben und....“

Bis ins kleinste Detail werden neben dem Spielgeschehen wie auch die Reaktionen des Publikums und Anzeigen auf dem Videowürfel beschrieben und runden den tollen Auftaktsieg der deutschen Mannschaft perfekt ab.

Auch T_OHR-Mitarbeiter Philipp Dienberg, der das Eröffnungsspiel begleitet hat war glücklich: „Es war ein toller Abend – alles hat reibungslos funktioniert. Die Reporter haben den 30:19 Sieg super beschrieben und die Emotionen perfekt rüber gebracht. So kann und war es am 12. Januar gegen Brasilien mit den Reportern Peter Lomb und Tobias Potratz weitergegangen.“ Wieder waren dann die blinden- und seheingeschränkten Handballfans die Arme bei den deutschen Toren hochreißen und mitfeiern. Sie waren auch da mittendrin.