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Geringer Lohn und miese Arbeitsbedingungen in Duisburger Werkstatt

Daumen runter
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Foto: omp

DUISBURG (KOBINET) Die Duisburger Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM) hat im letzten Jahr negative Schlagzeilen wegen der überhöhten Bezahlung der Geschäftsführerin mit ca. 370.000 Euro pro Jahr gemacht. Zum Ende des Jahres traute sich Markus Küpper, der seit vier Jahren in der Duisburger Werkstatt beschäftigt ist, vor die Kamera des WDR. "Er arbeitet 40 Stunden in der Woche in der Gartenpflege und bekommt am Monatsende dafür mit Zulagen 230 Euro. Zudem muss er unter unwürdigen Arbeitsbedingungen arbeiten.

Im Rahmen der Berichterstattung im letzten Jahr wurde auch der Aufsichtsrat kritisiert, in dem neben der Stadt Duisburg auch VertreterInnen der Lebenshilfe und des Vereins für Körper- und Mehrfachbehinderte vertreten sind und Verantwortung tragen. Der erschütternde Bericht macht nach Ansicht von Ottmar Miles-Paul vom NETZWERK ARTIKEL 3 erneut deutlich, dass gerade im Lichte der UN-Behindertenrechtskonvention dringend über die Beschäftigung behinderter Menschen in Werkstätten diskutiert und entsprechend der Empfehlungen des UN-Fachausschusses zur UN-Behindertenrechtskonvention echte und flächendeckende Alternativen zu den Werkstätten für behinderte Menschen geschaffen werden müssen. Mit einem Offenen Brief hatte sich eine Initiative zum Welttag der Menschen mit Behinderungen an die Öffentlichkeit gewandt und eine solche Diskussion gefordert.

Link zum Offenen Brief

Link zum WDR-Bericht über die Arbeitsbedingungen in der Duisburger Werkstatt für Menschen mit Behinderungen