Werbung

Springe zum Inhalt

Die Story: Ein Schüler verklagt den Staat

Filmprojektor
Filmprojektor
Foto: Brigitte Faber

KöLN (KOBINET) Der in Köln ansässige Verein mittendrin weist auf einen Fernsehbeitrag hin, der sehenswert ist. Der WDR strahlt in der Sendereihe Die Story den Beitrag "Ein Schüler verklagt den Staat. Nenad und das Recht auf Bildung" am 14. November von 22.10 Uhr - 22.55 Uhr im WDR-Fernsehen aus.

"Für Nenad M. wurde die Förderschule zur Falle. Kurz nach der Einschulung als 'geistig behindert' etikettiert, gab es für ihn über die gesamte Schulzeit keinen Ausweg mehr: nicht aus der Diagnose, und nicht aus der entsprechenden Sonderschule. Die Folgen für den Jungen waren gravierend: Kein Fachunterricht, kein Englisch, nur äußerst reduzierter Lernstoff, kein soziales Leben wie an einer 'normalen' Schule, und letztlich kein Schulabschluss. Erst kurz vor seinem 18. Geburtstag gelang Nenad mit Unterstützung des mittendrin e.V. der Ausbruch aus der Sonderwelt. Als Erster hat er für eine solche desaströse Falsch-Beschulung vom Land Nordrhein-Westfalen vor Gericht Schadenersatz erstritten. Vor zwei Jahren hat die WDR 'Menschen hautnah-Reportage 'Für dumm erklärt' Nenads Geschichte veröffentlicht und damit viel Aufsehen erregt. Die WDR-Story 'Ein Schüler verklagt den Staat' zeigt nun, wie strapaziös der Gang vor Gericht war - und wie schwer es war nachzuweisen, dass Nenads Lehrer rechtswidrig gehandelt haben. Der Film geht auch der Frage nach, ob Nenads Schicksal ein Einzelfall war oder ob noch viel mehr Kinder und Jugendliche mit falschen sonderpädagogischen Diagnosen in 'Förderschulen' feststecken. Dafür bekam das WDR-Team Zutritt zu einer Förderschule 'Geistige Entwicklung' in Dortmund", heißt es im Filmtipp von mittendrin e.V.

Link zur Filmankündigung des WDR