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Barrierefreier und angepasster Wohnraum in Deutschland

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Foto: ht

BERLIN (KOBINET) Im Monat Mai hatten Abgeordnete der FDP-Bundestagsfraktion die Bundesregierung in einer kleinen Anfrage nach den Zuschüssen zum altersgerechten Umbau von Wohnungen gefragt. In der Antwort auf diese kleine Anfrage macht die Bundesregierung darauf aufmerksam , dass es keine amtliche Statistik zum barrierefreien oder barrierearmen Wohnungsbestand in Deutschland gibt, und bestätigt, das bisher bereitgestellte finanzielle Mittel nicht ausreichend waren.  

Ausgangspunkt für die kleine Anfrage, die Bevölkerungsgruppe der über 65-Jährigen laut Statistischem Bundesamt bereits 17,5 Millionen Menschen umfasst, was einer Steigerung um eine Million seit dem Jahr 2011 entspricht. Zugleich wird auf Prognosen verwiesen, welche davon ausgehen, dass im Jahr 2030 knapp 22 Millionen Deutsche, also dann etwa 28 Prozent der Bevölkerung älter als 65 Jahre sein werden.

In der Antwort der Bundesregierung gesteht diese den hohen Bedarf zur Wohnungsanpassung ein indem sie bestätigt, dass die Mittel für bezuschusste Maßnahmen für altersgerechten in den Jahren 2016 und 2017 jeweils bereits Anfang des dritten Quartals ausgeschöpft waren. Im Jahr 2017 wurden die Mittel für den barrierereduzierenden Umbau aufgestockt und aus das erwies sich dann, wie es in der Drucksache 19/2590 heißt, als "...bei weitem nicht ausreichend."  

"Es gibt keine amtlichen Statistiken zum barrierefreien oder barrierearmen Wohnungsbestand in Deutschland." Stellt ie Bundesregierung in ihrer Antwort auf die kleine Anfrage der FDP-Fraktion fest und verweist zur Abschätzung des Bedarfs auf eine Potenzialanalyse altersgerechte Wohnungsanpassung der PROGNOS AG aus dem Jahr 2014, welche davon ausgeht, dass bis zum Jahr 2030 in Deutschland rund 2,9 Millionen altersgerechte Wohnungen benötigt werden. Zugleich verweist die Bundesregierung darauf, dass für den Zeitraum vom 1. Oktober 2010 bis zum 31. Dezember 2017 im Rahmen des KfW-Programms "Altersgerecht Umbauen" Förderzusagen für insgesamt 199.738 Wohneinheiten erteilt wurden. Im Bezug auf die Flächenländer wurden dabei vor allem in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern angepasst. Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern bilden den Schluss dieser Anpassungen in den Flächenländern.

Alle, die zu diesem Thema weitere Details der Antwort der Bundesregierung nachlesen sowie die Links erfahren möchten, auf welche sich diese Antwort bezieht, können dies in der Drucksache 19 / 2590 vom 7. Juni 2018 tun. Diese Drucksache kann im Dokumentations- und Informationssystem des Deutschen Bundestages unter diesem Link und der Drucksachen-Nummer "19/2590" nachgelesen oder als PDF-Datei herunter geladen werden.