Menu Close
Hinweis: Dieser Beitrag wurde von der alten Website importiert und gegebenenfalls vorhandene Kommentare wurden nicht übernommen. Sie können den Original-Beitrag mitsamt der Kommentare in unserem Archiv einsehen: Link

Wenig Lohn für gute Arbeit

Geldscheine
Geldscheine
Foto: omp

1024w" sizes="(max-width: 1024px) 1024px" src="https://kobinet-nachrichten.org/newscoop_images/IpM8RQAds6crNFgzn57hKqoSCLtbVHuk9OmZJwleYvaD0PTGfi41XB32EjUx.jpg"/>
Geldscheine
Foto: omp

BERLIN (KOBINET)

BERLIN (KOBINET) In den Werkstätten für Menschen mit Behinderungen wird gute Arbeit geleistet. Dafür gibt es jedoch geringen Lohn. Einen Überblick dazu liefert die aktuelles Ausgabe der "Berliner Behindertenzeitung".



Demnach gibt es in Deutschland rund 700 dieser Werkstätten an mehr als 2.700 Standorten in denen ungefähr 300.000 Menschen mit Behinderungen tätig sind. Ihrer Arbeitsfelder sind sehr verschieden und beginnen bei einfachen Arbeiten wie dem Fertigen von Pralinen oder dem Verpacken von Tee. Die Werkstätten für Menschen mit Behinderungen sind zwar keine Unternehmen im eigentlichen Sinn sondern Einrichtungen zur Rehabilitation – faktisch leisten sie jedoch das gleiche wie Unternehmen, und das nicht nur in Manufakturen. Viele Arbeitsaufträge sind Auftragsarbeiten zur Fertigung, Konfektionierung, Vertrieb und Dienstleistung – und das auch für Unternehmen für Medizintechnik-Giganten oder Herstellern von Autokühlern. 

Und diese Arbeit wird sehr gut erledigt. Das bestätigt, zum Beispiel Oliver Pick, der Leiter eine Werkstatt im hessischen Baunatal, der mit den Worten: „Dei Fehlerquote bei uns beträgt Null Prozent, das heißt, wir machen alles richtig“, von der „Berliner Behindertenzeitung“ zitiert wird.

Alles bestens ? – bleibt ein Kritikpunkt: Die geringe Bezahlung ! Das bestätigte der Zeitung zufolge auch Franz Wolfmayer, von der „Europäischen Vereinigung von Dienstleistern für behinderte Menschen“ (EASPD). Daher wird gefordert, das System umzustellen. Werkstattmitarbeiter sollten dann einen Arbeitsvertrag erhalten und nahc Tariflohn entlohnt werden.