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2. April ist Welt-Autismus-Tag

Petra Wontorra
Petra Wontorra
Foto: Tom Figiel

HANNOVER (KOBINET) Anlässlich des Internationalen Welt-Autismus-Tages am 2. April fordert die Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, Petra Wontorra, dass Kinder mit Autismus und herausforderndem Verhalten auch von schulischer Inklusion profitieren müssen. Die schulische Inklusion und damit das Recht auf gute Bildung richte sich an ALLE Kinder.

"Kein Kind darf durch ein Raster fallen und zurückgelassen werden", betont Wontorra und unterstreicht, das es wichtig sei, dass betroffene Kinder und Jugendliche sowie ihre Familien auf Verständnis von allen an der schulischen Inklusion Beteiligten stoßen und die notwendige Unterstützung bekommen.

An sie würden aktuell immer mehr Probleme bei der Beschulung von Kindern mit Autismus-Spektrum-Störungen im Allgemeinen und bei der Umsetzung von schulischer Inklusion im Speziellen herangetragen. Themen seien die Klassengröße sowie der Lehrkraftwechsel und die damit einhergehende Reizüberflutung bei den betroffenen Kindern, Personalmangel, Beförderung zur Schule, Unklarheiten über Zuständigkeiten und die damit zusammenhängende familiäre Belastung. „Aus allen Anfragen geht hervor, dass die Eltern für die Teilhabe ihrer Kinder sehr kämpfen müssen. Doch vielen Eltern fehlen die Zugänge zu bestehenden Hilfsangeboten, Versorgungsanbieter haben meist lange Wartelisten“, erklärt die Landesbehindertenbeauftragte. Wontorra fordert deshalb: „Für die Inklusion von Menschen mit Autismus in der Schule brauchen wir bedarfsgerechte Rahmenbedingungen, wie speziell für sie strukturiertes Lernmaterial und Rückzugsmöglichkeiten.

Außerdem werden nach ihren Worten in Niedersachsen mehr pädagogische Fachkräfte gebraucht, die autismusspezifische Zusatzqualifikationen haben und die auch entsprechend ihrer Qualifikationen honoriert werden. Wontorra plädiert zudem dafür, für Angehörige von Schülerinnen und Schülern mit Autismus Anlaufstellen einzurichten, die auch bei Behördengängen und bei Anträgen unterstützen.