Foto: ISL
1024w" sizes="(max-width: 1024px) 1024px" src="https://kobinet-nachrichten.org/newscoop_images/nMy9kIwYGZFVdrqjXb5zvip1BlgoTO20W7fSxtuQ8UP6CNsEK3JHeDLa4ARc.jpg"/>
Foto: ISL
BERLIN (KOBINET)
BERLIN (KOBINET) Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) begrüßt die Zustimmung der Berliner Arbeitssenatorin Elke Breitenbach, anlässlich des Aktionstages "Schichtwechsel" vom 12. Oktober, mehr behinderte Menschen in den ersten Arbeitsmarkt bringen zu wollen und fordert mehr konkrete Maßnahmen von der Senatorin.
„Elke Breitenbach als Arbeitssenatorin soll für Berlin konkrete Maßnahmen umsetzen“, erklärte Dr. Sigrid Arnade, ISL-Geschäftsführerin. Eine Maßnahme sollte sein, mit der Einführung des Budgets für Arbeit die Träger der Eingliederungshilfe auch aktiv zur Suche nach Arbeitgebern zu verpflichten. Nur so könnten mehr behinderte Menschen schneller aus den Werkstätten in den allgemeinen Arbeitsmarkt gebracht werden. Breitenbach räumte nach Informationen der ISL zum Aktionstag „Schichtwechsel“ öffentlich ein, dass dieser ein Showeffekt ohne Nachhaltigkeit sei und lediglich ein Anfang sein würde. „Schichtwechsel“ soll laut Breitenbach erst einmal im selben Format nächstes Jahr fortgeführt werden. „Das zeigt, dass die politisch Verantwortlichen immer noch keine ernstgemeinte Ausstiegsstrategie haben, das abgeschottete System ‚Behindertenwerkstatt‘ ambitioniert in einen echten inklusiven Arbeitsmarkt zu überführen“, empört sich Sigrid Arnade. „Man verliert so wertvolle Zeit, die UN-Behindertenrechtskonvention zügig umzusetzen und widersetzt sich damit den Aufforderungen des UN-Fachausschusses, dem Kontrollgremium zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Dieser hatte 2015 gefordert, Werkstätten für behinderte Menschen abzuschaffen“, erläutert Sigrid Arnade.
Beim Aktionstag „Schichtwechsel“ tauschten für einen Tag Mitarbeitende aus Berliner Unternehmen mit Beschäftigten in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) ihren Arbeitsplatz. Die ISL kritisierte diesen Tag als Showeffekt, statt den Beschäftigten in den Werkstätten endlich eine Chance zu geben, um gleichberechtigt auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu gelangen.




