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BERLIN (KOBINET)
BERLIN (KOBINET) Uschi Lehmann aus Berlin ist nicht nur dafür bekannt, dass sie gerne reist, sondern auch dafür, dass sie sich beschwert, wenn bei solchen Reisen die Barrierefreiheit nicht stimmt. Nun hatte die engagierte Elektrorollstuhlnutzerin wieder einmal allen Grund, sich zu beschweren, denn die gebuchte IC-Busfernfahrt fand ohne sie statt, weil ihr die Mitfahrt verweigert wurde.
„In Vorbereitung meiner IC-Busfernfahrt habe ich am 28.07.17 Ihren Kooperationspartner Fa. HANS ACH persönlich kontaktiert, um die barrierefreie Reise im IC-Fernbus (mit Rollstuhl, untere Ebene, Fenster) von Berlin via Rostock – Kopenhagen – Hamburg – Berlin zu planen. Am 31.07.17 reservierte ich im DB Reisezentrum Hbf Berlin das Ticket für den IC Bus International und beantragte bei der Mobilitäts-Service-Zentrale (MSZ) Ein-/Aussteighilfe. Nachweislich waren somit drei verantwortliche Stellen in die folgende Panne eingebunden, aber niemand informierte mich über etwaige Probleme. Am Reisetag um 10.45 Uhr war nicht einmal die Hilfeleistung im Hauptbahnhof Berlin am Service-Point von der MSZ vorgemeldet. Am Bussteig angekommen, blockierten die Bus-Fahrer sofort vor dem Doppeldecker mit Niederflureinstieg meine Mitfahrt wegen nicht barrierefreier Gegebenheiten“, schreibt Uschi Lehmann in einem Brief an die Deutsche Bahn.
Obwohl Herr Jankowski sofort die Situation erkannte und versuchte, mit den Busfahrern zu reden, war nichts zu machen. „In Anerkennung seiner Unterstützung sollte dieser DB-Mitarbeiter besonders gewürdigt werden, denn er hat mir große Aufmerksamkeit geschenkt, in dem ich bei ihm nicht nur Gehör gefunden habe“, berichtet Uschi Lehmann. „Hilflos wartete ich vor dem Bus. Ein Zustand, den kein anderer Mensch in diesem Land ertragen muss. „Ich fordere die Erstattung der Taxi-Fehlfahrt und eine angemessene Entschädigung (kein Gutschein) für den verlorenen Tag. Da in den Fahrgastrechten nichts darauf hinweist, dass Menschen im Rollstuhl von IC-Bus-Reisen ausgeschlossen sind, erwarte ich zeitnah ein geeignetes Fahrzeug, um das komplette IC-Fernreise-Angebot so zu nutzen, wie jeder andere Reisende auch. Der DB-Konzern sollte endlich akzeptieren, dass Inklusion grundsätzlich nur mittendrin stattfindet – mitten in der Gesellschaft – auch im Reiseverkehr“, schrieb Uschi Lehmann nach dieser verhinderten Reise an die Deutsche Bahn.




