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Barrierefreier Notruf funktioniert

Logo des Deutschen Gehörlosen-Bundes
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Foto: DGB

BERLIN (KOBINET) Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries hat in dieser Woche vor Journalisten den schon länger geforderten barrierefreien Notruf ausprobiert. Wie heute der Deutsche Gehörlosen-Bund (DGB) mitteilte, führte sie ein Telefongespräch in Deutscher Gebärdensprache und Deutscher Lautsprache und konnte sich selbst davon überzeugen, dass das Telefongespräch einwandfrei funktioniert. Bundesministerin Zypries bewertet das durch die Bundesregierung angepasste Telekommunikationsgesetz als positiv, da der Alltag für Menschen mit Sprach- und Hörbehinderungen dadurch wesentlich erleichtert wird. Eine telefonische Kommunikation und damit Teilhabe rund um die Uhr, wie sie für Menschen ohne Hör- und Sprachbehinderung selbstverständlich ist, werde dadurch ermöglicht.

Der Gehörlosen-Bund e.V. äußerte Verständnis dafür, "dass die Umsetzung durch die Bundesnetzagentur noch etwas Zeit braucht. Bis der 24-stündige Service realisiert werden kann, muss bezüglich vieler Gesetzesvorschriften noch einiges erledigt werden. Über den Erfolg, dass in Zukunft Menschen mit Sprach- und Hörbehinderungen in Deutschland einen barrierefreien Zugang zu den Notrufen haben, freuen wir uns sehr."

Des Weiteren wünscht der Verband, "dass die Bundesnetzagentur, das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und die Telefondienstvermittler ihre Gebührenmodelle anpassen und sich dabei beispielsweise andere Länder, wie die USA und die Schweiz zum Vorbild nehmen, wo Menschen mit Sprach- und Hörbehinderungen kostenfrei und ohne behindertenspezifische Mehrkosten telefonieren können."