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Untragbares Verhalten der Krankenkassen gegenüber ihren Mitgliedern

Logo des IGES Institut
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Foto: Grafik

UNBEKANNT (KOBINET) Das IGES Institut in Berlin veröffentlichte eine Studie, in der es sich die Bewilligungspraxis der Krankenkassen unter die Lupe genommen. Das Ergebnis war eindeutig!

Die Studie macht deutlich, dass ein Großteil der Leistungsanträge genehmigt wird. Jedoch zeigt die Praxis deutliche Unterschiede in den verschiedenen Leistungsbereichen. Bei den Anträgen auf häusliche Krankenpflege werden mehr als 97 % tatsächlich bewilligt. Immerhin noch 87 % Genehmigungen werden bei mehr als 8,5 Millionen Anträgen auf Hilfsmittel erteilt. Bei Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahmen zum Beispiel Kuren oder stationäre Rehabilitationsmaßnahmen sind es dagegen nur noch 81 %. Die allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) und die Ersatzkassen fallen hier mit einer Ablehnungsquote von fast 20 % besonders auf. 46.000 Streitfälle aus dem Bereich der Krankenversicherung wurden von deutschen Sozialgerichten verhandelt. Dabei hatte jede vierte Klage Erfolg. Der Studie zufolge handelte es sich dabei vor allem um Leistungsanträge für Hörgeräte, alternative Behandlungsmethoden bei Krebserkrankungen, sowie Maßnahmen der Adipositaschirurgie.

Unter diesem Link kann die Studie runtergeladen werden. Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung Staatssekretär Karl-Josef Laumann stellte diese Studie in Berlin vor und kritisierte die Krankenkassen heftig. Bei der Bewilligungspraxis der Krankenkassen könne etwas nicht stimmen, das mache die Studie deutlich, so der Patientenbeauftragte.