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KASSEL (KOBINET)
KASSEL (KOBINET) Für Ottmar Miles-Paul vom NETZWERK ARTIKEL 3 ist der heutige Tag ein wichtiger Tag auf dem Weg zur Garantierung der Menschenrechte in Deutschland. Er gratulierte den verschiedenen AkteurInnen, die jahrelang für die Ehe für alle gekämpft haben, zum heutigen Beschluss des Bundestages für eine Ehe für alle.
„Es war ein harter Kampf für die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften und für die Ehe für alle. Und der Kampf gegen Diskriminierungen in diesem Bereich ist sicherlich noch lange nicht vorbei. Der heutige Tag ist aber ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg für Menschenrechte. Der 30. Juni ist damit nicht nur für die Behindertenbewegung ein wichtiges Datum, weil am 30. Juni 1994 der Bundestag die Aufnahme des Benachteiligungsverbotes für behinderte Menschen im Grundgesetz beschlossen wurde, sondern auch für schwule und lesbische Menschen, denen nun eine Ehe für alle möglich ist“, erklärte Ottmar Miles-Paul.
Seine Glückwünsche verbindet der langjährige Aktivist der Behindertenbewegung mit der Hoffnung, dass der heutige Funke für eine menschenrechtsorientierte Gesellschaft auch verstärkt auf die Behindertenpolitik überspingt, denn hier dominierten nach wie vor die Interessen von Dienstleistungsanbietern und Kostenträgern über die Interessen behinderter Menschen für ein selbstbestimmtes und gleichberechtigtes Leben. Diskriminierungen und Ausgrenzung bestimmten nach wie vor den Alltag vieler behinderter Menschen, dagegen gelte es aktiv zu kämpfen.




