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Zehn Jahre europäisches Tourismus-Netzwerk für alle


Foto: www.accessibletourism.org

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BRüSSEL (KOBINET)

BRüSSEL (KOBINET) Das Europäische Netzwerk für Barrierefreien Tourismus (ENAT) feiert dieser Tage den zehnten Jahrestag seines Bestehens. Es war aus einem von der Europäischen Kommission geförderten Projekt hervorgegangen, das die Möglichkeiten entwickeln sollte, Informationen der barrierefreien touristischen Angebote an einer Stelle zu bündeln und allen zugänglich zu machen, die diese Informationen brauchen oder haben möchten. Nach Ablauf der Projektzeit entwickelte sich daraus das Europäische Netzwerk für barrierefreien Tourismus, welches von der Europäischen Kommission zwei weitere Jahre gefördert wurde und sich dann in Brüssel zu einer eingetragenen gemeinnützigen Organisation wandelte.



Gegenwärtig gehören rund 200 Mitglieder aus mehr als 30 Ländern zu diesem Netzwerk. In den Jahren des Bestehens hat sich ENAT vor allem jenen als Netzwerk angeboten, die barrierefreie touristische Angebote entwickeln möchten und dazu Partner suchten sowie von den vielem Wissen und der Erfahrung der ENAT-Mitglieder profitieren möchten.

ENAT hat sich dabei als Netzwerk erwiesen, das als Rahmen des Zusammenarbeitens sowie des Meinungs- und Erfahrungsaustausch eine wichtige Rolle gespielt hat. Auf der Internetseite des Europäischen Netzwerkes für barrierefreien Tourismus sowie auf dem griechischen Portal „Pantou“ ist mehr darüber nachzulesen.

Auch für die kommende Zeit wird ENAT an vielen Projekte beteiligt sein. Dabei wird es um das Nutzen von Design für Alle, um Netzwerkarbeit und Technologie im Tourismus für alle und um die Möglichkeiten von Ausbildung und Training im barrierefreien Tourismus in elektronischen Kursen gehen. Auch eine Mitarbeit an der Europäischen Standardisierungsgruppe ist vorgesehen und vereinbart.

„Ich glaube, das die wichtigste Herausforderung auf der Anbieterseite im allgemeinen Fehlen von Reiseziel-Visionen auf allen Ebenen besteht“, schränkte die ENAT Präsidentin Anna Grazia Laura zugleich den Blick auf die positive Entwicklung ein und machte deutlich, dass es zwar, sowohl im öffentlichen wie auch im privaten Bereich, sichtbare Fortschritte entlang der gesamten touristischen Servicekette gibt, langfristige oder mittelfristige und abgestimmte Konzepte, welche gesamte Reiseziele umfassen, noch viel  zu selten sind. „Trotz der durch die Europäische Kommission, Nichtstaatliche Organisationen und viele nationale und internationale Tourismusorganisationen gemachten Anstrengungen ist der universell gestaltetet Tourismus in Europa noch nicht voll verwirklicht“ – heißt es in der Botschaft zum ENAT-Jubiläum.

Mit Blick auf die Entwicklung des barrierefreien Tourismus in Europa stellt die ENAT Präsidentin, die Italienerin Anna Grazia Laura, in ihrer Botschaft vom Juni diesen Jahres fest: „Auf europäischer Ebene gibt es sowie vom EU Parlament, der Europäischen Kommission und anderen relevanten Körperschaften viele Deklarationen, Manifeste und Dokumente, welche darauf abzielen, bis zum Jahr 2020 die Zielstellung der völlig Inklusion zu erreichen. Allerdings nähert sich das Jahr 2020 in einer imposanten Geschwindigkeit und jene drei Jahre, welche bis dahin noch vor uns liegen, könnten für solide Ergebnisse möglicherweise nicht genug sein.“