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SAARBRüCKEN (KOBINET)
SAARBRüCKEN (KOBINET) Die Beschäftigung von schwerbehinderten Menschen im Saarland befindet sich nach Ansicht der saarländischen Sozialministerin Monika Bachmann im Aufwind. Die Ministerin lobt die gute Beschäftigungsquote in der öffentlicher Verwaltung und kündigt weitere Integrationsprojekte an.
„Die Integration behinderter Menschen in den Arbeitsmarkt ist ein zentrales Anliegen der saarländischen Landesregierung. Menschen mit Behinderung brauchen einen festen Platz in der Mitte unserer Gesellschaft – in jeder Lebenslage“, so Monika Bachmann. Schwerbehinderte Menschen seien von Arbeitslosigkeit zwar stärker betroffen als nicht-behinderte Menschen, trotzdem konnte in den vergangenen Jahren eine spürbare Verbesserung der Arbeitsmarktlage erreicht werden. Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen ist im Saarland von 3.481 am Jahresende von 2000 auf 2.067 am Jahresende von 2015 zurückgegangen. Im vergangenen Jahr waren durchschnittlich 1.874 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet. Dies bedeutet einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 9,4 Prozent, erklärte die Sozialministerin.
Vor allem die öffentlichen Arbeitgeber liegen mit einer Quote von 6,1 Prozent weit über dem Durchschnitt. In den obersten Landesbehörden liegt die Zahl sogar bei 6,6 Prozent. Im privaten Sektor haben 3,8 Prozent der ArbeitnehmerInnen eine Behinderung. Insgesamt 442 Betriebe (26,70 Prozent) im Saarland mit rund 17.200 Arbeitsplätzen beschäftigten trotz gesetzlicher Vorgaben überhaupt keinen schwerbehinderten Arbeitnehmer. Hier knüpfen sogenannte Integrationsprojekte an, die in Zukunft noch stärker ausgebaut werden sollen. „Wir werden eine echte Integration in den Arbeitsmarkt durch die Schaffung neuer Integrationsarbeitsplätze, der Einrichtung neuer Integrationsbetriebe sowie durch die Verbesserung des Übergangs von der Schule hin zum Berufseinstieg ermöglichen. Zudem konzipieren wir neue Integrationsprojekte aus Mitteln der Ausgleichsabgabe, die Betriebe zahlen müssen, die keine behinderten Menschen beschäftigen“, sagte Monika Bachmann.
„Der Rückgang der Arbeitslosigkeit von Menschen mit Behinderung zeigt einen positiven Trend. Hier müssen die gleichen Chancen und Teilhaberechte gelten, die alle Menschen ganz selbstverständlich in Anspruch nehmen. Daher wird die saarländische Landesregierung die individuelle Teilhabe weiter verbessern. Auch werden wir uns für mehr barrierefreie Zugänge, Arbeitsplätze und Räumlichkeiten in der Landesverwaltung einsetzen, wo die Beschäftigungsquote von Menschen mit Behinderung schon heute hoch ist“, so die Ministerin.
Die Landesregierung zeichnet bereits seit Jahren vorbildliche Betriebe mit dem Integrationspreis des Saarlandes aus. Dadurch soll ein Anreiz geschaffen werden, Menschen mit Behinderungen einzustellen. Engagierte Betriebe können sich bis Ende Oktober beim Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Referat B 3, Franz-Josef-Röder-Straße 23, 66119 Saarbrücken, bewerben.
Hintergrund:
Für Betriebe und Dienststellen mit jahresdurchschnittlich mehr als 20 Arbeitsplätzen besteht die gesetzliche Verpflichtung, schwerbehinderte Menschen auf wenigstens 5 Prozent (im Saarland sind es 4,3 Prozent) der Arbeitsplätze zu beschäftigen.




