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Lesben mit Behinderung wollen diskriminierungsfrei und selbstbestimmt leben

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Foto: Weibernetz

BERLIN (KOBINET) Anlässlich des heutigen Internationalen Tags gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie am fordert der Verein Weibernetz mehr Berücksichtigung von Lesben mit Behinderung und aller LSBTIQ* mit Behinderung im politischen Handeln, um mehrdimensionale Diskriminierungen zu vermeiden.

"Lesben mit Behinderung gehören mindestens zwei Gruppierungen an, die im Alltag immer wieder Diskriminierungen erfahren. Während sie ihre Behinderung häufig nicht verstecken können, leben viele Frauen ihr Lesbisch-Sein aus Angst vor zusätzlichen Diskriminierungen nicht offen. Sie haben Angst, sich 'zu outen' und halten ihr Lesbisch-Sein geheim, insbesondere wenn sie auf Hilfe von anderen (Pflege oder Assistenz) angewiesen oder bei Behörden abhängig von Entscheidungen anderer sind", erklärt Martina Puschke vom Weibernetz.

Damit Lesben mit Behinderung weitgehend diskriminierungsfrei und selbstbestimmt leben können, brauchen sie nach Ansicht des Weibernetz zum Beispiel:

• Verständnis, Respekt und Handlungsrahmen für das Thema LSBTIQ* und Behinderung (in der Community, in der Politik, Gesundheitsversorgung etc.)
• Möglichkeiten zum Peer-Austausch
• Peer-Beratung und Unterstützung
• barrierefreie Räume in der Community, um gemeinsamen mit anderen zu feiern, zu tanzen, sich politisch auszutauschen etc.
• geoutete Lesben mit Behinderung in der Öffentlichkeit als Vorbild
• lesbenfreundliche Pflege- und Assistenzdienste
• lesbenfreundliche Altenpflege
• ein lesbenfreundliches Gesundheitssystem

Am 17. Mai 1990 beschloss die Generalversammlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) längst Überfälliges: Homosexualität von der Liste psychischer Krankheiten zu streichen. Der 17. Mai wurde daraufhin zum Internationalen Tag gegen Homophobie ausgerufen. Das Europäische Parlament betonte im Januar 2006, dass Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung auf das Schärfste verurteilt wird – eine Kampfansage gegen Homophobie und Hassgewalt, der alle Mitgliedstaaten verpflichtet sind, heißt es auf der Internetseite http://www.tag-gegen-homophobie.de/ zum heutigen Tag.

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) veranstaltet heute ab 14.30 Uhr einen Aktionstag unter dem Motto "Gleiches Recht für jede Liebe" am Brandenburger Tor in Berlin. Das Weibernetz beteiligt sich mit einem Stand.

Link zur ADS-Kampagne „Gleiches Recht für jede Liebe" http://www.gleiches-recht-jede-liebe.de/

BERLIN (KOBINET) Kategorien Nachrichten

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sgimry9