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Potentiale herausstellen

Petra Wontorra
Petra Wontorra
Foto: Tom Figiel

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Petra Wontorra
Foto: Tom Figiel

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Foto: Tom Figiel

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Foto: Tom Figiel

HANNOVER (KOBINET)

HANNOVER (KOBINET) Anlässlich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung fordert die Landesbehindertenbeauftragte von Niedersachsen, Petra Wontorra, Unternehmen insbesondere auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt auf, die großen Potentiale von Menschen mit Behinderungen für den Arbeitsmarkt wahrzunehmen und zu nutzen.



„Noch immer sind weniger Menschen mit anerkannten Behinderungen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beschäftigt, als die festgelegte Quote es verlangt“, betonte Petra Wontorra. Stattdessen zahlen manche Unternehmen Ausgleichsabgaben. „Menschen mit Behinderungen sind immer noch nachweisbar häufiger und länger arbeitslos.“ Dabei sei ihre Motivation groß, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu arbeiten, wie es die UN-Behindertenrechtskonvention fordert. Für die Unternehmen gibt es zahlreiche Unterstützungssysteme, wie Lohnkostenzuschüsse zum Beispiel im Rahmen des Budgets für Arbeit und die Übernahme der Kosten bei notwendigen Anpassungen der Arbeitsplätze. Es gibt auch die Möglichkeit der Unterstützen Beschäftigung durch Fachpersonal. Dennoch werden trotz Fachkräftemangels zu selten Menschen mit Behinderungen beschäftigt.

Deshalb fordert Petra Wontorra alle Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber auf, die Beschäftigungspflicht ernster zu nehmen. „Was wir brauchen, sind noch mehr Unternehmen, die das Potential erkennen und mehr Menschen mit Behinderungen ausbilden oder beschäftigen“, fordert die Landesbeauftragte. Auch der Übergang von der Schule ins Berufsleben auf den allgemeinen Arbeitsmarkt müsse für junge Menschen mit Behinderungen einfacher gestaltet werden. Die zuständigen Stellen müssten eng zusammen arbeiten, um Inklusion zu ermöglichen. Dabei erkennt Petra Wontorra kritisch an, dass bürokratische Hürden manchen Arbeitgeber abschrecken könnten und schlägt vor, dass „kompetente unabhängige Ansprechpersonen, beispielsweise in sogenannten Budgetbüros, die Arbeitgeber und Arbeitnehmer mit Behinderungen von zusätzlicher Bürokratie entlasten könnten.“ Je weniger zusätzlicher Aufwand mit der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen bei den Unternehmen anfalle, desto leichter sollte die Bereitschaft sein, im Sinne der Inklusion alle Potentiale zu nutzen.