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Foto: Aktion Mensch e.V.
ERFURT (KOBINET)
ERFURT (KOBINET) Nach Informationen des Beauftragten für Menschen mit Behinderungen des Landes Thüringen werden in diesem Bundesland Aktivitäten zur Umsetzung von Inklusion in Thüringer Sportvereinen gefördert, die zwischen dem 1. Januar 2016 und dem 15. Juli 2017 ausgeführt wurden. Die drei besten Bewerbungen werden mit insgesamt 6.000 Euro prämiert.
Bewerben können sich gemeinnützige Sportvereine, Sportfachverbände sowie Kreis- und Stadtsportbünde, die dem Landessportbund Thüringen angeschlossen sind und sich mit einer konkreten Umsetzung zur gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit und ohne Behinderung in ihrem Vereinsleben einsetzen. Dabei sind gegründete Initiativen, gebildete Netzwerke oder entwickelte Lösungen für Probleme vorstellbar. Eine Bewerbung kann in folgenden Kategorien erfolgen:
– Inklusive Sportangebote für Menschen mit und ohne Behinderung wie Arbeitsgemeinschaften Inklusion, Sitzvolleyballgruppe, gemeinsame Übungsstunden oder Sportfeste
– Maßnahmen wie Foren, Info-Abende oder Fortbildungen zur Sensibilisierung für die Thematik Inklusion
– Kooperationen mit Einrichtungen der Behindertenhilfe und Vereinen und Verbänden der Selbsthilfe vor Ort, also gemeinsame Sportfeste, ein gemeinsames Vereinsleben und Wettkämpfe
– Teilhabe von Menschen mit Behinderung in der Gremien- und Vereinsarbeit durch eine barrierefreie Homepage, einen Behindertenbeauftragter im Vorstand, Dolmetscher- und Assistenzangebote bei Gremientagungen, Beseitigung von Barrieren in Gebäuden oder im Internet.
„Der Sport besitzt als Medium die Möglichkeit, Menschen über Beeinträchtigungen hinweg zu verbinden und Inklusion zu leben. Dem kommen viele Thüringer Sportinstitutionen gemäß des Maßnahmeplans der Landesregierung zur Förderung von Freizeitangeboten mit gleichberechtigter Teilhabe im Sport bereits nach. Es ist an der Zeit, diese Projekte nun auch zu würdigen“, erklärt LSB-Präsident Peter Gösel. „Der Sport hat schon immer gesellschaftliche Grenzen überwunden. Er ist für jede Generation wichtig. Auch Menschen mit und ohne Behinderung treiben bereits unkompliziert zusammen Sport oder bringen sich als Unterstützer ein. Das verdient im Sportland Thüringen mehr Aufmerksamkeit und Anerkennung, die hoffentlich zu weiterer Nachahmung führt“, ergänzt Behindertenbeauftragter Joachim Leibiger. Beide sehen den Preis unter dem Motto „Sport verbindet!“. Die Entscheidung über die besten Bewerbungen trifft eine Fachjury, bestehend aus dem Behindertenbeauftragten und Vertretern des LSB Thüringen und der Verbände.




