Foto: Volkssolidarität
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BERLIN (KOBINET)
BERLIN (KOBINET) Anlässlich des heutigen Internationalen Tags gegen Rassismus betont der Präsident der Volkssolidarität, Dr. Wolfram Friedersdorff, die Notwendigkeit der Solidarität aller Menschen, die in unserer Gesellschaft leben. "Wir dürfen nicht zulassen, dass Menschen aus der Mitte unserer Gesellschaft diskriminiert und ausgegrenzt werden. Sie sind unsere Verwandten, Freunde, Nachbarn und Arbeitskollegen."
Rassistische Diskriminierung beginne nicht erst bei körperlichen Übergriffen, so Wolfram Friedersdorff. Betroffene berichten seit Jahren von institutionellem und strukturellem Rassismus. Ob bei der Wohnungssuche oder auf dem Arbeitsmarkt, die Diskriminierung ziehe sich durch viele Lebensbereiche und grenze zahlreiche Menschen aus. Sie sei nicht nur ein ostdeutsches Phänomen, sondern trete in allen Teilen Deutschlands auf.
„Gerade in Zeiten, in denen die Zahl rassistisch motivierter Übergriffe in weiten Teilen der Republik so hoch sind wie nie und Populisten rassistische Ressentiments salonfähig machen wollen, müssen Zivilgesellschaft und Politik klar Stellung beziehen und einmal mehr für ein friedliches und respektvolles Miteinander eintreten“, mahnt Wolfram Friedersdorff. „Rassismus und Fremdenfeindlichkeit dürfen nicht ignoriert oder verharmlost werden. Wir müssen uns mit diesen Phänomenen auseinandersetzen, um unsere vielseitige Gesellschaft zu fördern.“
Beate Rudolf, Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte erklärte: „Die Menschenrechte und das Grundgesetz machen die Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung aller Menschen zum Fundament unserer Gesellschaft. Die Würde jedes einzelnen Menschen ist daher zu achten und zu schützen. Wer diese Grundsätze infrage stellt, spaltet die Gesellschaft und gefährdet das soziale Miteinander.
Die Menschenrechte basieren auf der Erfahrung von Menschheitsverbrechen im 20. Jahrhundert. Diese Rechte müssen immer wieder neu begründet und verteidigt werden. Sie wurden und werden weltweit von Menschen erkämpft, deren Würde und Gleichberechtigung negiert wird. Davon zeugt auch der Internationale Tag gegen Rassismus. Es ist daher von elementarer Bedeutung, gemeinsam gegen Rassismus, Antisemitismus und andere Formen von Menschenverachtung einzustehen.
Das Deutsche Institut für Menschenrechte wendet sich angesichts der bevorstehenden Wahlen in Deutschland gegen jede rassistische Stimmungsmache im politischen Wettstreit. Politiker_innen, die Zivilgesellschaft und alle Menschen in Deutschland sollten klar und deutlich Stellung gegen rassistische Positionen und menschenverachtende Hetze im Wahlkampf beziehen.“
Der Internationale Tag gegen Rassismus erinnert an das Massaker von Sharpeville/Südafrika 1960, bei dem bei einer friedlichen Demonstration gegen das Apartheid-Regime 69 Menschen durch Schüsse der Polizei getötet und Hunderte teils schwer verletzt wurden.




