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LONDON (KOBINET)
LONDON (KOBINET) Die in Mainz geborene und mittlerweile in London lebende Christiane Link hat sich als Journalistin, aber auch als kritischer Geist in der Behindertenpolitik in den letzten Jahren immer wieder zu Wort gemeldet, um die Menschenrechtsverletzungen gegenüber behinderten Menschen deutlich zu machen. Auf ihrem Blog hat sie sich nun auch mit dem Bericht des Team Wallraff über Missstände in Lebenshilfe-Einrichtungen und die Reaktion darauf auseinandergesetzt. Was sich ändern muss, beschreibt sie in ihrem lesenswerten Blogbeitrag.
„Wie sie sich jetzt alle zu Wort melden, die ganzen Heilerziehungspfleger, Heimbetreuer und Pfleger, die ihre Reputation gefährdet sehen: Bei ihnen sei ja alles prima bei der Lebenshilfe. Ja ne, ist klar. Nur nichts verändern! War doch so schön kuschelig die ganzen letzten Jahre. Und wenn man dann hinter die Fassade schaut und mal ohne Betriebsblindheit in einer Einrichtung sitzt, wird es einem dann doch oft ganz anders. Und dabei muss es gar nicht um eindeutige Misshandlungen gehen, wie am Montag das Team Wallraff auf RTL aufdeckte, sondern einfach um Machtstrukturen zwischen Betreuern und behinderten Bewohnern und Werkstattarbeitern. Das Problem in solchen Einrichtungen ist das ständige Unterbinden von Selbstbestimmung, auch in Bereichen, in denen die behinderten Bewohner / Werkstattarbeiter eigentlich noch selbst bestimmen könnten, wenn man sie denn ließe“, schreibt Christiane Link in der Einleitung ihres Beitrags.




