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Bundestag gedenkt der Nazi-Opfer

Reichstagskuppel
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Foto: Irina Tischer

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BERLIN (KOBINET)

BERLIN (KOBINET) Menschen mit Behinderung stehen erstmals im Mittelpunkt der Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus im Deutschen Bundestag. Am kommenden Freitag wird insbesondere an die  Menschen erinnert, die Opfer der "Euthanasie"-Morde wurden. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe begrüßte es heute, dass bei der diesjährigen Gedenkfeier Menschen mit Behinderung im Mittelpunkt stehen. Die Gedenkstunde wird am 27. Januar um 9 Uhr im Plenarsaal des  Bundestages stattfinden.



Die Morde im Rahmen der sogenannten „Euthanasie“ werden üblicherweise mit dem Zweiten Weltkrieg in Verbindung gebracht, doch bereits im Frühjahr 1939 gab es Massenmorde an Menschen, die von den Nazis als „lebensunwertes Leben“ angesehen wurden. Menschen mit Behinderung gehörten damit zu den ersten Opfern, die staatlich organisiert getötet wurden. Von der Tiergartenstraße 4 wurden unter direktem Befehl der „Kanzlei des Führers“ die systematische Zwangssterilisierung und Tötung von Menschen mit sogenannten „geistigen“ Behinderungen oder auch psychiatrischen Erkrankungen während des Krieges befohlen. Mit der „Aktion T4“ fielen mehr als 200.000 Menschen der menschenverachtenden Ideologie der Nazis zum Opfer.

Kurz nach seinem Amtsantritt als damaliger Behindertenbeauftragter der Bundesregierung begründete Hüppe die Tradition, dass am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus auch an Menschen mit Behinderungen an der Tiergartenstraße 4 erinnert wird. Am Freitag um 11 Uhr findet die Kranzniederlegung an der Gedenkplatte für die Opfer der NS-„Euthanasie“-Morde statt, zu der die Bundesbehindertenbeauftragte Verena Bentele eingeladen hat.