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Freiwilliges Engagement ist selbstbestimmte Teilhabe

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Foto: ht

BERLIN (KOBINET) Inklusion muss sowohl formell als Strategie "von oben" gesetzt als auch durch viele konkrete Schritte, bei denen sich Menschen mit und ohne Behinderung begegnen und kennenlernen können "von unten" aus der Praxis gestaltet werden. Nur so könne sie als gesamtgesellschaftliche Chance begriffen und gelebt werden. Darauf verweist die heute zum Bundesteilhabegesetz erschienene Stellungnahme der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (bagfa). Darin kritisiert die Organisation, dass es im Bundesteilhabegesetz nicht gelungen ist, die Finanzierung von Unterstützung im Engagement von Menschen mit Behinderungen so zu regeln, dass eine wirklich selbstbestimmte Teilhabe möglich ist.

Zwar werde die grundsätzliche Bedeutung von Engagement für gesellschaftliche Teilhabe beschrieben, die für die Ausübung eventuell notwendige Assistenz aber in den Bereich der Unterstützung durch Freunde, Nachbarn und Familie gerückt. Menschen mit Behinderungen, die sich auf der einen Seite selbstbestimmt in die Gesellschaft einbringen möchten, werden auf der anderen Seite wieder zu Bittstellern gemacht. Freiwilliges Engagement bedeutet Praxis, Lust auf das Neue und Unbekannte und damit die Chance auf nachhaltig wirkende Einsichten und Netzwerke. Bei der Regelung der Unterstützung von freiwilligem Engagement von Menschen mit Behinderungen im Bundesteilhabegesetz ist es leider nicht gelungen, diese Möglichkeitsräume zu öffnen: Strategie 'von oben' verhindert hier fruchtbare Praxis 'von unten'", heißt es in einer Presseinformation der bagfa.

Link zum Positionspapier der bagfa zum Bundesteilhabegesetz