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BREMEN (KOBINET)
BREMEN (KOBINET) Bereits zum zweiten Mal trafen sich eine Reihe von Mitgliedern des Landesteilhabebeirates des Landes Bremen zu einer Empowerment-Schulung in Bremen. Zusammen mit Kerstin Wöbbeking, Ines Spilker und Ottmar Miles-Paul, die die Schulung leiten, führten die TeilnehmerInnen beim zweiten Treffen im Haus der Bremischen Bürgerschaft eine Reihe von Rollenspielen zur Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit durch.
Wie kann man bei einem Neujahrsempfang gezielt PolitikerInnen ansprechen, um bei einem wichtiges Thema voran zu kommen? Wie gehe ich damit um, wenn bei einer Podiumsdiskussion nur Stehtische zur Verfügung stehen und ich niedriger im Rollstuhl sitze? Oder welche Schlagzeilen kann ich für mein Projekt finden, damit darüber berichtet wird? Dies waren nur einige Fragen, denen beim zweiten Block der Empowerment Schulung nachgegangen wurde. Im Mittelpunkt der Schulung steht jedoch, dass sich alle TeilnehmerInnen ein konkretes Projekt vorgenommen haben, das sie in den nächsten Monaten vorantreiben wollen. Nach der ersten Schulung, die Mitte September stattgefunden hatte, waren beim zweiten Treffen bereits erste Erfolge bzw. konkrete Schritte zur Umsetzung der Projekte zu sehen.
Beim gestrigen 22. Bremer Behindertenparlament, das vom Arbeitskreis Bremer Protest gegen Diskriminierung und für Gleichstellung behinderter Menschen unter dem Motto „Wachsam bleiben – Teilhabe durchsetzen“ organisiert wurden, spielten beispielsweise einige TeilnehmerInnen des Schulungskurses eine zentrale Rolle. Dieter Stegmann fungierte beispielsweise als Präsident des Behindertenparlaments. Er will in den nächsten Monaten vor allem die Reform des Bremer Behindertengleichstellungsgesetzes vorantreiben. Uwe Seebode hat beim Behindertenparlament einen Beschlussvorschlag für die Fraktion Werkstattrat Bremen mit folgendem Thema eingereicht: „Gleichbehandlung bei der Entschädigung ehemaliger Heimkinder 1949-1975“, der unverändert angenommen wurde.
Link zur Videoaufzeichnung des Bremer Behindertenparlaments und weiteren Informationen dazu
Der Bremer Teilhabebeirat geht mit Unterstützung des Landesbehindertenbeauftragten Dr. Joachim Steinbrück mit der Schulung neue Wege. Denn meist sei bei den Sitzungen des Landesbeirates kaum Zeit, um sich näher kennen zu lernen und auszutauschen. Zudem könne man mit gezielten Übungen und Informationen effektiver die Ziele des Beirats und der einzelnen Mitglieder verfolgen, waren sich die TeilnehmerInnen nach dem zweiten Empowerment-Schulungskurs in Bremen einig. Im März und Mai nächsten Jahres stehen zwei weitere Schulungen an.




