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Fachtagung Barrierefreier Notruf

Foto zeigt Gebärdensprach-Smartphone
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BERLIN (KOBINET)

BERLIN (KOBINET) Am 29. November veranstaltet der Deutsche Gehörlosen-Bund in Berlin die Fachtagung "Barrierefreier Notruf" in Kooperation mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Die Tagung findet im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Wilhelmstr. 49, 10117 Berlin, statt. Gabriele Lösekrüg-Möller, parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, übernimmt die Schirmherrschaft für die Fachtagung. Darauf hat der Deutsche Gehörlosen-Bund hingewiesen.



Zur Eröffnung der Fachtagung werden Dr. Rolf Schmachtenberg, Leiter der Abteilung Teilhabe, Belange von Menschen mit Behinderungen, Soziale Entschädigung, Sozialhilfe im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Prof. Dr. Ulrich Hase, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft der Hörgeschädigten – Selbsthilfe und Fachverbände, Helmut Vogel, Präsident des Deutschen Gehörlosen-Bundes und Renate Welter, Vize-Präsidentin des Deutschen Schwerhörigenbundes die Grußworte halten. Wolfgang Bachmann, Vize-Präsident und Bundesreferent für Katastrophenschutz/Notruf wird über „Anforderungen und Kriterien des barrierefreien Notrufs für Menschen mit Hörbehinderungen“ sprechen. Dann wird Dominik Röske, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, einen Vortrag über „Der Weg zu einem neuen Notruf“ halten. Danach werden Carsten Schneider, Deutscher Städtetag und Deutscher Feuerwehrverband, und Andreas Korzinowski, Niedersächsisches Ministerium für Inneres und Sport, über „Entwicklungen und Ziele einer barrierefreien alternativen Notrufmöglichkeit“ referieren, heißt es vonseiten des Deutschen Gehörlosen-Bund.

In der anschließenden Podiumsdiskussion „Der Weg zu einem barrierefreien bundesweiten Notruf“ mit Dominik Röske, Carsten Schneider, Andreas Korzinowski, Uwe Schummer (behindertenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion), Corinna Rüffer (behindertenpolitische Sprecherin der Bündnis 90/Die GRÜNENBundestagsfraktion) und Wolfgang Bachmann soll die Problematik der Notrufsituation für Menschen mit Hörbehinderung erörtert werden. Ziel muss es nach Ansicht des Deutschen Gehörlosen-Bundes sein, dass Menschen mit Hörbehinderung ohne Einschränkungen jederzeit und von überall barrierefreie Notrufe absetzen können. Dies sei momentan leider noch nicht der Fall. Im Bereich Notrufe und Katastrophenschutz bestehe nach wie vor ein sehr großer Nachholbedarf für Menschen mit Hörbehinderungen. Es fehle an der generellen Umsetzung der Barrierefreiheit sowie an einem bundeseinheitlichen Notruf- und Katastrophenwarnsystem. Derzeit lasse das Telekommunikationsgesetz (TKG) als Eingangskanäle für Kommunikation und für begleitende Daten (z.B. Standortdaten) bei den Notrufannahmestellen nur Telefon und Fax zu. Durch die Erweiterungen des bisherigen Notrufsystems hin zum Notruf 2.0 und der damit im Zusammenhang stehenden dynamischen
technischen Entwicklungen müssen – so wie es im Koalitionsvertrag vereinbart wurde – dringend notwendige Änderungen des § 108 TKG und der Notrufverordnung vorgenommen werden.

Zur Fachtagung „Barrierefreier Notruf“ werden bis zu 100 Teilnehmer erwartet. Die Veranstaltung wird in International Sign, in Deutscher Gebärdensprache, in Deutscher Schriftsprache und in Deutscher Lautsprache gehalten und entsprechend gedolmetscht, heißt es in der Presseinformation des Deutschen Gehörlosen-Bundes.